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Sieben weitere Windkraftanlagen sollen gebaut werden / Straßen leiden unter dem Verkehr

Windkraft
Börnicke lässt Ausgleichszahlung prüfen

Wachsende Probleme: In Börnicke sind weitere sieben Windräder geplant. Die Straßen leiden unter den Schwertransporten.
Wachsende Probleme: In Börnicke sind weitere sieben Windräder geplant. Die Straßen leiden unter den Schwertransporten. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Sara Friedrich / 13.02.2018, 20:34 Uhr
Börnicke (MOZ) Der Bau von Windkraftanlagen stresst Anwohner im gesamten Barnim. Im Bernauer Ortsteil Börnicke sind aktuell sieben neue Türme geplant. 40 Windmühlen stehen bereits auf Börnicker Flurstücken. Im gesamten Land Brandenburg gibt es aktuell allein 300 neue Windräder.

Der Ortsbeirat Börnicke hat bereits seinen Unmut bekundet. Es sei überhaupt nicht nachvollziehbar, erklärt Ortsvorsteher Matthias Jitschin, dass Anwohner, die unmittelbar von der Windkraft beeinträchtigt sind, gar keinen Vorteil von der Errichtung haben. Hier müssten Gesetze geändert werden.

Formal kann bereits jetzt schon zwischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen unterschieden werden. Werden die Maßnahmen in gleichartiger Weise am Ort des Baueingriffs umgesetzt, gilt dieser als ausgeglichen. Erfolgen sie in an anderer Stelle, wird von Ersatzmaßnahmen gesprochen. Denkbar sind hier beispielsweise Neupflanzungen, Entsiegelungenen des Bodens durch Rückbau oder die Renaturierung und Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung durch naturnahe Biotope.

Eine der Firmen, die nun in Börnicke in Windkraft investiert, hat dem Ortsbeirat eine konkrete jährliche Ausgleichszahlung angeboten. Das genaue Prozedere wird derzeit noch von Seiten der Stadt geprüft. Die Börnicker hoffen hier aber auf eine schnelle Lösung.

Sehr ärgerlich seien nach wie vor die entstandenen Straßenschäden durch die Schwertransporte, welche die Bauteile durch Börnicke fahren. Einerseits für die Stromkabelverlegung und andererseits für die Windenergieanlagen. Ganze Seitenränder würden umgewälzt. Es dauere gar nicht lange, bis größere Schäden entstehen, moniert Matthias Jitschin.

Grundsätzlich wünschenswert sind aus Sicht des Ortsbeirates gerade in den sandigen Straßenzügen kurzfristige Ausbesserungsarbeiten durch eine dünne Asphaltdecke. Von sanierten Mulden hält man in Börnicke wenig. Das habe in der Vergangenheit nur kurz gehalten.

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