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Alle wollen Bundesliga-Handball

Wahlforum mit den OB-Kandidaten: MOZ-Moderatorin Frauke Adesiyan (v.l.), Martin Wilke (parteilos), Wilko Möller (AfD), René Wilke (Linke/Grüne), Jens-Marcel Ullrich (SPD), Markus Derling (CDU) und MOZ-Moderator Heinz Kannenberg.
Wahlforum mit den OB-Kandidaten: MOZ-Moderatorin Frauke Adesiyan (v.l.), Martin Wilke (parteilos), Wilko Möller (AfD), René Wilke (Linke/Grüne), Jens-Marcel Ullrich (SPD), Markus Derling (CDU) und MOZ-Moderator Heinz Kannenberg. © Foto: Winfried Mausolf
Thomas Gutke / 13.02.2018, 21:21 Uhr - Aktualisiert 15.02.2018, 00:42
Frankfurt (Oder) (MOZ) Wahlkampfendspurt im Audimax: Am Dienstagabend trafen die fünf Kandidaten im Rennen um das höchste Amt der Stadt beim MOZ-Wahlforum aufeinander. Vor rund 500 Zuschauern nannten die Kontrahenten Ziele für die Stadtentwicklung. Zum möglichen Spitzenpersonal äußerten sie sich zurückhaltend.

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MOZ-Wahlforum im Audimax

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Ja oder Nein? Gleich zu Beginn sollten die Kandidaten im vom Stadtboten-Leiter Heinz Kannenberg und Redakteurin Frauke Adesiyan moderierten Forum ohne Umschweife Stellung beziehen. Dabei sprachen sich alle Kandidaten für den Erhalt der Straßenbahnen aus – und einstimmig gegen eine Oderphilharmonie.  Vier der fünf Bewerber können sich eine Eingemeindung von Brieskow-Finkenheerd vorstellen. Und jeder möchte wieder eine Bundesligamannschaft im Frauenhandball.

Der Frage zu Personalien in der künftigen Verwaltungsspitze wichen die Kandidaten aus. Für René Wilke müsste die Verwaltungsspitze aus Frauen, Männern, Jungen und Älteren und Politikern aus allen Parteien zusammengesetzt sein. Martin Wilke will wieder mit drei statt zwei Beigeordneten zusammenarbeiten. Markus Derling wünscht sich „flache Hierarchien“ und „vier Fachbereiche“. Für Jens-Marcel Ullrich zählen unabhängig von Proporz „Eignung und Befähigung“ und Wilko Möller erklärte, er sei „teamfähig“ und könne mit allen zusammenarbeiten.

Im Verlauf des Forums wurde vieles kontrovers diskutiert. So verteidigte Derling erneut seinen Wahlslogan, kriminelle Flüchtlinge konsequent abschieben zu wollen. Er sehe sich mit seiner Meinung „in der Mitte der Gesellschaft“. Ullrich erklärte, dass gute Unterrichtsbedingungen für ihn Vorrang vor Denkmalschutzbelangen hätten. „Zuerst kommen die Kinder.“ Martin Wilke forderte eine „Reindustrialisierung des Ostens“ und warf Möller mehrmals Imkompetenz vor. „Was Haushaltsdiskussionen betrifft, wäre es hilfreich, auch mal dabei zu sein.“ Auch über die finanzielle Situation der Stadt wurde heftig gestritten. Möller forderte erneut eine 100-prozentige Finanzierung des Staatsorchesters durch das Land. René Wilke meinte, in Sachen Haushalt sei vieles schief gelaufen in den vergangenen acht Jahren. Als Landtagsabgeordneter habe er jedoch viele Mittel nach Frankfurt gelenkt.

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Ralf Cornelius 15.02.2018 - 14:54:54

Zu viel Platz zwischen OB und Bürgern

Kein Blatt passe zwischen ihn und die Uni. Der noch Amtsinhaber, der in acht Jahren keinen Haushaltsabschluss hinbekommen hat, aber nichts mit der Verschuldung der Stadt zu tun haben will, war erstaunlich ehrlich. Leider ist die Lücke zwischen der von ihm geführten Verwaltung und dem Bürger um so größer. Es macht schon zuweilen den Eindruck, dass manche Ämter in ihren teils nicht nachvollziehbaren und widersprüchlichen, mitunter auch nicht gesetzeskonformen, Entscheidungen - nicht nur der AStA hat gegen die Kommune vor Gericht gewonnen - darauf aus sind, die Bürger zu ärgern. Und der noch OB setzt noch einen drauf, indem er rechtskräftige Verwaltungsakte infrage stellt. Kaum ein normaler Einwohner dürfte wohl damit rechnen. Wie wär es denn, wenn die 7000 Euro nicht unrechtmäßig den Studenten zurückgezahlt, sondern bspw. für Spielplätze (Ziegenwerder) oder Schultoiletten ausgegeben würden. Da hätten die Frankfurter was davon und die Studierendenschaft wenigstens das Gefühl, auch mal was für Frankfurt getan zu haben.

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