Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Verkehrsproblematik
Engerer Austausch geplant

Die Verkehrssituation stand im Fokus.
Die Verkehrssituation stand im Fokus. © Foto: Patrik Rachner
Patrik Rachner / 13.02.2018, 21:29 Uhr
Falkensee/Dallgow (MOZ) Die Nachbarkommunen Falkensee und Dallgow wollen auf dem Gebiet der Verkehrsentwicklung künftig enger zusammenarbeiten. Während eines gemeinsamen Arbeitstreffens von Vertretern des Falkenseer Stadtentwicklungsausschusses und des Dallgower Verkehrsausschusses wurden am Montagabend im Beisein der Bürgermeister Heiko Müller (SPD) und Jürgen Hemberger (Freie Wähler) Erfahrungen ausgetauscht, um in Zukunft Projekte weitestgehend besser als zuletzt abstimmen zu können. Das soll aber auch auf anderer Ebene geschehen.

"Wir wollen uns öfters austauschen als das bislang geschehen ist. Wir haben schließlich vor dem Hintergrund von Verkehrsangelegenheiten mit teilweise ähnlichen Problemen zu kämpfen, obgleich es zuweilen unterschiedliche Ansichten gibt", sagte etwa Dallgows Verwaltungschef.

Rund zwei Stunden lang wurden diverse Themen erörtert, etwa die Situation in der Wilmsstraße, die auch aufgrund des Falkenseer Verkehrs aus Finkenkrug kommend an ihre Kapazitätsgrenzen stößt und bislang keine Kreisstraße ist, oder aber die mögliche Öffnung des Brunsbütteler Damms in Richtung Spandau/Staaken.

Hemberger: "Kurzfristig ist das aus Dallgower Sicht kein Thema, mittelfristig muss sich das noch zeigen. Sollte es irgendwann zu einer Öffnung kommen, müssten aber nicht nur Falkensee sondern auch der Bezirk Spandau und das Land Brandenburg mit im Boot sitzen. Zuvorderst sind weiterhin einige bedingende Fragen zu klären. Es sind sehr viele Gespräche vonnöten. Grundsätzlich schließen wir in Zukunft eine Öffnung des Brunsbütteler Damms aber nicht aus. Ein Paket müsste aber sicher als Grundvoraussetzung geschnürt werden."

Das ist natürlich kein Wunder, schließlich will Dallgow als Kommune finanziell nicht alleine dastehen. Weil aber auf dem ehemaligen Flugplatz Staaken am Brunsbütteler Damm 2011 ein Solarpark entstanden ist, die Verträge sind 20 Jahre lang gültig, ist tatsächlich mit Blick auf die Zeitachse keine kurzfristige Lösung in Sicht. "Priorität hat das Vorhaben aktuell deshalb ohnehin nicht", so Hemberger weiter.

Und sonst? Thematisiert wurde grundsätzlich auch, ob es vielleicht weitere Verbindungsstraßen von Falkensee nach Dallgow und umgekehrt geben könnte. Verkehrspläne sollten deshalb künftig enger abgestimmt oder ergänzt werden. "Es nutzt nichts, gegeneinander zu arbeiten." Das sieht auch Falkensees Bürgermeister Heiko Müller so. Auch er, der viele Anknüpfungspunkte sieht, setzt auf Kommunikation. Für ihn sei aber zudem die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) Osthavelland gefragt. Warum? Um zielorientiert und konstruktiv arbeiten zu können, sollten alle Probleme dort auf den Tisch. Ein koordinierterer Abstimmungsprozess sei vonnöten. Das habe laut Müller zuletzt mit Blick auf die Entwicklungen in Elstal beispielsweise nicht ganz funktioniert. "Ich stelle weiterhin die Frage, was soll die KAG bewirken? Ich denke, das Gremium muss neu justiert werden, um Abstimmungprozesse zu optimieren. Es ist immer besser miteinander zu reden, als es nicht zu tun."

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG