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Wassertourismus kann im Vergleich zu 2009 auf mehr junge Leute und Familien zählen

Bootsurlaube bei Familien immer beliebter

"Bootstourismus galt immer als Hobby für Pensionäre", sagte Vizelandrat Werner Nüse am Montagabend dem Kreis-Wirtschaftsausschuss. "Jetzt gibt es deutliche Zeichen, dass viel mehr junge Leute erreicht werden."
"Bootstourismus galt immer als Hobby für Pensionäre", sagte Vizelandrat Werner Nüse am Montagabend dem Kreis-Wirtschaftsausschuss. "Jetzt gibt es deutliche Zeichen, dass viel mehr junge Leute erreicht werden." © Foto: MOZ/Tilman Trebs
Christian Schönberg / 14.02.2018, 06:10 Uhr
Ostprignitz-Ruppin (MOZ) Das wassertouristische Angebot in der Region wird für junge Leute und Familien immer attraktiver. Das ist das Ergebnis einer Umfrage aus dem vorigen Jahr.

Die Befragung ist unter anderem von der Wassertourismus-Initiative Nordbrandenburg (WIN) initiiert worden, zu der auch Ostprignitz-Ruppin, Neuruppin und Fehrbellin gehören. Im Rahmen der Bootsmesse "boot" in Düsseldorf sind die überraschenden Ergebnisse vorgestellt worden.

"Bootstourismus galt immer als Hobby für Pensionäre", sagte Vizelandrat Werner Nüse am Montagabend dem Kreis-Wirtschaftsausschuss. "Jetzt gibt es deutliche Zeichen, dass viel mehr junge Leute erreicht werden." Möglich machten das neue Angebote wie Charter-Flöße und Bungalowboote(Bunbo).

So sank das Durchschnittsalter der Bootstouristen im Vergleich zur letzten Befragung 2009 von 56 auf 53,7 Jahre - obwohl der Altersdurchschnitt in der Gesamtbevölkerung im gleichen Zeitraum anstieg. Überdies gaben vor neun Jahren gerade einmal 15 Prozent der Befragten an, Neukunden wassertouristischer Angebote zu sein. Voriges Jahr stieg dieser Anteil auf 38Prozent. Bunbos und Flöße haben sich bei der Befragung als eine Art Einsteiger-Angebot erwiesen: "Von denen, die vorher noch nie Bootsurlaub unternommen haben, waren 43Prozent damit unterwegs", so die Studie. Insgesamt gehörten 40 Prozent aller Miet-Wasserfahrzeuge diesen Bootstypen an.

Auch Familien nehmen in größerem Anteil das Angebot an als noch 2009: 50 Prozent der Charterkunden machten sie im vorigen Jahr aus, 2009 waren es nur 43Prozent. Viele zeigten sich bei der Umfrage mit dem Angebot zufrieden sowie mit Natur und Gastfreundlichkeit. Kritisiert wurden schlechter Handy-Empfang in manchen Gegenden und fehlende Anlegestellen.

Charter-Unternehmer monierten beim Ausschuss speziell fehlende Möglichkeiten, kurzfristig Angelkarten für einen Sonntagsausflug zu bestellen. Zudem gelten die erworbenen Scheine nur für bestimmte Seen.

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