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Veranstaltung macht Station in Reichenow / Programm widmet sich den Themen Milch und Insekten

Ökofilmtour
Fachgespräche inklusive

© Foto: Thomas Berger
Nadja Voigt / 14.02.2018, 06:20 Uhr
Reichenow (MOZ) Die Ökofilmtour macht auch in diesem Jahr wieder Station in Reichenow. Das hat Thomas Winkelkotte mitgeteilt. Die ersten beiden Termine finden am 23. und 24. Februar um 18 Uhr im Gemeindehaus Reichenow, Schäferei 16a, statt. Organisiert werden sie vom Verein MöHRe. Am Freitag steht folgender Film auf dem Programm: "Das System Milch - Die Wahrheit über die Milch-Industrie".

"Milch ist für uns vor allem eins: gesund, natürlich und nährreich. Genau das macht sie für den Markt so unglaublich attraktiv. Aber ist sie das wirklich? Um das kritisch zu beleuchten, trifft der renommierte Südtiroler Dokumentarist Andreas Pichler Bauern, Molkereivorstände, Politiker, Lobbyisten, NGO's und Wissenschaftler. Ein Blick hinter die Kulissen auf Nutzen und Folgen eines weltweiten Milliardengeschäfts. Egal ob in Europa, Asien oder Afrika - Milch steht sinnbildlich für das auf Wachstum getrimmte Modell globaler Lebensmittelproduktion. Die Industrialisierung der Natur geschieht auf Kosten der Umwelt, der Tiere, der Bauern und unserer Gesundheit. Der sehenswerte Film zeigt, dass es auch Alternativen gibt", heißt es zum Programm. Zu Gast ist die junge Bäuerin Anja Hradetzky aus Stolzenhagen vom Hof Stolze Kuh. Über sie wird ein kurzes Filmportrait gezeigt, mit anschließendem Filmgespräch, wie Thomas Winkelkotte, der das Gespräch führen wird, berichtet.

Am Sonnabend findet in Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Reichenow des Naturschutzbundes eine Veranstaltung mit folgenden Filmen statt: "Ausgebrummt - Insektensterben in Deutschland. Das Insektensterben vollzieht sich unmerklich langsam. Erst Langzeitstudien liefern Belege. Einige Arten sind regional völlig verschwunden. Hauptursachen sind Monokulturen und Pestizide auf den Feldern. Die Folgen sind eine dramatische Kettenreaktion: Auch die Vögel sind durch die fehlende Nahrung bedroht. Allein die Zahl der Brutpaare in EU-Agrargebieten hat sich lt. Bundesregierung um 57 % verringert." Auch gezeigt wird "Biene Majas wilde Schwestern". Nur wenig sei bekannt, dass neben der gezähmten Honigbiene in Mitteleuropa über 560 weitere Bienenarten vorkommen, von denen die allermeisten nicht gesellig in Kolonien, sondern als Einzelgänger leben, heißt es zum Film. Er zeigt die schier unglaubliche Vielfalt der heimischen Wildbienen und deren erstaunliche Anpassungen an die verschiedensten Lebensräume und Lebensbedingungen. "Hier ist im Anschluss ein Gespräch mit dem Reichenower Imker Martin Hollants geplant", blickt Thomas Winkelkotte voraus.

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