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Neuer Wahlversuch
Vierter Anlauf für Bürgermeisterwahl in Lebus im März

Einwohner des Ortes kommen am Abend aus dem Kulturhaus in dem die Stadtverordneten tagten. Die Stadtverordneten von Lebus sollen im März zum vierten Mal über einen ehrenamtlichen Bürgermeister abstimmen können.
Einwohner des Ortes kommen am Abend aus dem Kulturhaus in dem die Stadtverordneten tagten. Die Stadtverordneten von Lebus sollen im März zum vierten Mal über einen ehrenamtlichen Bürgermeister abstimmen können. © Foto: dpa
14.02.2018, 06:56 Uhr
Lebus (dpa) Die Wahl eines AfD-Mitglieds zum Bürgermeister von Lebus schlug hohe Wellen - obwohl sie wenig später als ungültig eingestuft wurde. Weitere Wahlversuche scheiterten. Jetzt gibt es einen vierten Termin.

Die Stadtverordneten von Lebus (Märkisch-Oderland) sollen im März zum vierten Mal über einen ehrenamtlichen Bürgermeister abstimmen können. Wie Wahlleiterin Iris Frackowiak mitteilte, haben sich inzwischen zwei parteilose Kandidaten für das Amt beworben, das seit dem Rücktritt der ehemaligen Bürgermeisterin im September vergangenen Jahres unbesetzt ist.

Die Besetzung des Postens hatte im November bereits für Schlagzeilen gesorgt: Mit zehn zu drei Stimmen hatten die Stadtverordneten den AfD-Mann Detlev Frye zum Bürgermeister gewählt. Auch Abgeordnete von der Liste der Linken und der CDU hatten für den 53-Jährigen gestimmt. Der AfD-Stadtverordnete, der für seine Partei auch im Kreistag Märkisch-Oderland sitzt, wäre der erste Bürgermeister seiner Partei im Land Brandenburg gewesen.

Aufgrund eines Verfahrensfehlers war Frye allerdings nur wenige Tage im Amt. Ein zweiter Wahlversuch scheiterte an der Beschlussfähigkeit der Lebuser Stadtverordnetenversammlung. Im dritten Anlauf war es im Januar dieses Jahres erneut nicht zur Wahl gekommen, weil der Stadtverordnetenvorsitzende wegen gesundheitlicher Probleme ins Krankenhaus gebracht werden musste und die Sitzung ohne Wahl abgebrochen worden war.

Die Kleinstadt zählt heute rund 3000 Einwohner und hat eine lange Geschichte. Einst wurde in Lebus auf dem linken Oderufer ein polnischer Bistumssitz angesiedelt. Damals kreuzten sich dort wichtige Verkehrswege, weil eine Furt die Überquerung der Oder ermöglichte. Später verlor Lebus angesichts der späteren, deutschen Konkurrenzgründung von Frankfurt (Oder) an Bedeutung.

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