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Wirtschafts- und Sozialausschuss tagte wegen Digital-Terminal im Tourismusbüro des Kurortes

Neue Informations-Wege vorgestellt

Info-Punkt: Tourismusvereins-Geschäftsführerin Laura Beister (r.) erklärt dem Bad Saarower Ausschuss für Tourismus das neue Digital-Terminal im Tourismusbüro.
Info-Punkt: Tourismusvereins-Geschäftsführerin Laura Beister (r.) erklärt dem Bad Saarower Ausschuss für Tourismus das neue Digital-Terminal im Tourismusbüro. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 14.02.2018, 07:00 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Bad Saarow. Wie mit elektronischen Möglichkeiten mehr Gäste angelockt und informiert werden können, damit haben sich am Montagabend die Mitglieder des Bad Saarower Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur beschäftigt. Statt im Amtsgebäude fand die Sitzung im Tourismusbüro des historischen Bahnhofs statt.

Die Formalien fanden dieses Mal im Stehen statt. Im Erdgeschoss des historischen Gemäuers, in den Räumen der Tourist-Information des Kurortes, drängten sich nicht nur die Mitglieder des Ausschusses, sondern auch wieder viele sachkundige Einwohner. Ausschussvorsitzende Susann Rolle hatte Laura Beister, Geschäftsführerin des Bad Saarower Tourismusvereins, gebeten, hier zu tagen, um sich die digitalen Info-Terminals mal genauer anzusehen. "Damit wir mal wissen, wie die funktionieren, denn perspektivisch will die Gemeinde ja einige dieser Terminals am Scharmützelsee aufstellen lassen", so die Ausschussvorsitzende. Dem Wunsch kam Laura Beister gern nach, zumal sich im Tourismusbüro gut 25 000 Besucher pro Jahr informieren. Sie verteilte zwei Laptops zum parallelen Arbeiten und stellte den Bildschirm vor.

Der gut brusthohe Info-Punkt gehöre dem Tourismusverband, stehe zu Testzwecken in Bad Saarow. 200 Datensätze habe man angelegt, darin findet der Besucher nun Tipps zu historischen Ecken, Wanderrouten, aber auch Fahrrad-Strecken, Badeseen und Restaurants. "Auch die Veranstaltungen für Bad Saarow, allein 900 im Jahr, sind hier eingepflegt." Unkompliziert sei das Gerät per Antippen bedienbar, man werde geführt. Und was man sich ansieht, kommt auch auf Merkzettel. "Der Gast kann sich dann seine Pläne per QR-Code aufs Handy laden oder im Tourismusbüro ausdrucken lassen."

Laura Beister stellte klar, heutzutage gehe kaum noch was ohne Bilder. Ehe diese in die Angebote einfließen, müssen Rechte dazu geklärt sein. Und die Auflösung sei wichtig. "Aber das A und O ist für die Bedienung ein gutes Internet."

Dass man davon in Teilen Bad Saarows noch weit entfernt sei, war allen Anwesenden klar. Daher sei das weitere Aufstellen von Info-Terminals am Märkischen Meer, finanziert durch Mehreinnahmen der Kurtaxe, auch erst möglich, wenn schnelle Leitungen vorhanden sind. Somit könnte das noch bis 2020 dauern. Verschiedene Modelle gebe es von diesem Terminal, fügte auch Ellen Rußig, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree, an. Die können selbst Bürger bedienen, die sonst nicht mit dem Handy agieren. "Wir müssen einfach dorthin gehen, wo der Gast ist", sagte sie. Dementsprechend sei es wichtig, Einheimischen und Gästen Online-Angebote zu machen, die man vom Hotelzimmer-Bett über den TV sehen könnte.

Der Bildschirmschoner sprang an, dort könnten aktuelle Veranstaltungen laufen, ging man auf Vorschläge der Ausschuss-Mitglieder ein. Im Tourismusbüro stehe das Gerät jetzt zwei Monate und werde bereits rege genutzt. Um viele Kategorien sei es erweiterbar, auch Links zu Amtsverwaltungen seien kein Problem. "Die Gäste kommen ja nicht nur wegen einer Einrichtung in den Kurort, da ist es nur sinnvoll, für viele Angebote zu werben."

Egal, ob Terminals oder Tablets in Cafés, die Möglichkeiten der Nutzung seien groß. "Aber auch Broschüren und Planer in Papierform werden darüber hinaus immer noch stark nachgefragt." Auch habe man noch das Ziel, in der angelegten Datenbank künftig für Reisen nach Polen zu werben. "Da verschenken wir uns im Moment noch viel", so Rußig.

Nach den Kosten für die Info-Terminals fragte Einwohner Manfred Höhne. Für den Außenbereich müsse man mit 12 000 Euro pro Stück rechnen, da es ja auch Kälte, Hitze und Vandalismus aushalten müsse. Immer wieder von Touristikern bei der zusätzlichen Arbeit angemahnt wurde, dass man die Datenbank nur aktuell halten könne, wenn man Informationen zu Aktionen, Veranstaltungen bekomme.

Die Ausschuss-Mitglieder waren vom Terminal angetan. Besuchen könne man zudem die Gäste-Info, die werktags von 10 bis 16 Uhr und an Wochenenden sowie Feiertagen derzeit von 10 bis 15 Uhr geöffnet hat. Klar wurde formuliert, künftig enger mit den Touristikern zusammenarbeiten zu wollen, sie öfter in Sitzungen einladen.

Laura Beister wies letztlich darauf hin, dass die Bad Saarower Tourist-Info im April ihr 25-jähriges Bestehen mit einer Festwoche voller Aktionen (Führungen, Vorträge, Infos zur Digitalisierung) feiert.

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Bad Saarow Mitte 19.02.2018 - 08:18:28

Zur Zeit nur leider unbrauchbar............

..........denn würde der Reigen an linksgerichteten Gemeindevertretern, sich mal anstatt um ein Amtsenthebungsverfahren, gegen Frau Hirschmann, zu kümmern, den Verantwortlichen bei der Telekom und den Straßenbauämtern mal endlich Beine wegen des langsamen Ausbaus machen, dann könnte man diese Digitalisierung auch voranbringen. Aber wie immer in Bad Saarow. Macht und Egoismus kommt vor dem Bürger. Die sind doch da alle fehl am Platze, alle wie sie da sitzen. Nur leider wollen die richtigen nicht, also übernehmen das die machtversessenen Dorfgremlins.

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