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Ruppiner Derby endet mit Remis

Gunnar Reblin / 14.02.2018, 07:35 Uhr
Ostprignitz-Ruppin (MZV) Lediglich die Schachspieler des SV Wusterhausen haben am zurückliegenden Spieltag für einen Ruppiner Erfolg sorgen können. Sie gewannen in der Regionalliga mit 7:1 gegen Oranienburg IV. Das Ruppiner Derby in dieser Spielklasse zwischen Neuruppin II und Wittstock endete 4:4. In der höher angesiedelten Landesklasse verpasste Lindow einen Überraschungserfolg an eigenen Brettern.

Den Lindowern um Top-Spieler Walter Schatz, der mit 2292 Punkten die höchste Spielstärke (Deutsche Wertzahl/DWZ) ausweist, schmerzten gegen die starke Zweite vom Schachclub Oranienburg vor allem die Punktverluste an den vorderen Brettern zwei und drei. Lediglich Schatz, an Brett eins gesetzt, gewann gegen Carsten Schwenteck. Guido Giese und Jürgen Melzer verloren. Zum kampflosen Zähler von Peter Helmke kamen nur noch ein voller Erfolg von Bernhards Kohls und ein halber von Kerstin Voß dazu.

In der Regionalliga hatten die Wusterhausener, die ihre Heimspiele in Neuruppin austragen,gegen das Tabellenschlusslicht Oranienburg IV keine Probleme. Kampflos an den ersten beiden Brettern brachten Frank und Daniel Dziamski, Oliver Schulze und Ralf Sooß volle Punkte ein. Karsten Weiß und Arne Zunker remisierten.

Hingegen wirkten die Schachspieler der zweiten Mannschaft der TSG Neuruppin nach dem 4:4 gegen Wittstock nicht wirklich glücklich. Nach viereinhalb Stunden konnte der Mannschaftskampf nicht mit einem Sieg gekrönt werden.

Im Vorfeld der Partie war ein Favorit anhand der Aufstellungen nicht auszumachen, obschon die Fontanestädter auf zahlreiche Stammspieler verzichten mussten. Der Grund: Waldemar Halle, Karsten Neumann sowie dessen Sohn Pierre und Richard Wagner waren in der Woche zuvor in Oberliga Nordost zum Einsatz gekommen und waren demnach geblockt.

In ausgeglichener Stellung remisierten zunächst Wolfgang Röllig und Thomas Winter. Das gleiche Ergebnis erzielten die Junioren Finjas Kasiske und Leon Grabowsky. "Das war unspektakulär", so TSG-Mannschaftsleiter Mathias Jäkel. Auch in der Folge waren Punkteteilungen zu verzeichnen. Sabine Wendorf trennte sich von Arnold Tefs unentschieden, Viktor Halle von Michael Dracker ebenso. Doch aus der Stellung von Halle war weitaus mehr herauszuholen. Er selbst teilte diese Auffassung, war aber hin- und hergerissen. "Ich bin mit Weiß eigentlich besser rausgekommen als mein Gegner", analysierte Viktor Halle. Er eröffnete klassisch mit dem Damengambit. "Ich hatte dann auch mehr Figuren vom Brett geholt, und stand auch im Angriff besser." Sein Gegner, Michael Dracker, bot ihm schon nach 15 Zügen das Remis an. Halle: "Da habe ich hin- und herüberlegt - und es schließlich angenommen." Da Dracker mit 1536 DWZ auch eine höhere Spielstärke hat, nahm Halle (1366 DWZ) an.

Der Zwischenstand von 2:2 hielt nicht lange, da Mathias Jäkel einen Rechenfehler im Mittelspiel gegen Uwe Schmilinsky beging und dadurch eine Figur verlor. Jäkel gab sofort auf. Im Anschluss glich Hilmar Schönbeck aus, der gegen Detlef Schmidt einen Zentrumsbauern und später den ganzen Punkt eroberte.

Plötzlich keimte Hoffnung auf, da auch Max Minh Nguyen immer mehr Druck auf das Brett mit seinen weißen Figuren entfachte. Eine gekonnte Endspielführung sorgte für den vollen Punkt gegen Ralf Mietzner. Ein halber Punkt hätte Nico Nobilis gereicht und der Neuruppiner Sieg wäre perfekt gewesen. Doch Gegner Matias Zazarte behielt im Damenendspiel den Überblick und glich zum 4:4-Endstand aus.

Landesklasse Nord

Ergebnisse 6. Runde:

Lindow - Oranienburg II3,5:4,5

Havelland - Frankfurt/Oder I2,5:5,5

Kirchmöser - Nauen3,5:4,5

Potsdam Mitte - Rathenow5:3

Potsdam-West - Schwedt3:5

Tabelle:Sp./Man.Pkt./Brt.Pkt.

1. Potsdamer SV Mitte I 6 1232

2. Schachclub Oranienburg II 6 12 30,5

3. SV Hellas Nauen I 69 28,5

4. Rochade Potsdam-West I 6623

5. Schachfreunde Schwedt 6622

6. Preußen Frankfurt/Oder I 64 22,5

7. Schachclub Lindow 02 63 22,5

8. ESV Kirchmöser 6320

9. Schachclub Havelland 6319

10. Schachclub Rathenow6220

Regionalliga Nord

Ergebnisse 6. Runde

Leegebruch - Oberkrämer4:4

Neuruppin II - Wittstock4:4

Nauen II - Falkensee5,5:2,5

Zehdenick - Eberswalde II3:5

Wusterhausen - Oranienburg IV7:1

Tabelle:Sp./Man.Pkt./Brt.Pkt.

1. ESV Eberswalde II 6 11 29,5

2. SV Wusterhausen 68 25,5

3. Schachclub Oranienburg III 68 25,5

4. TSG Neuruppin II 68 30,5

5. Schach-Club Wittstock 66 20,5

6. SV Hellas Nauen II 65 20,5

7. Schachclub Oberkrämer 6520

8. Leegebrucher Schachfreunde 6523

9. Schachfreunde Zehdenick 64 15,5

10. Caissa Falkensee I 6618

11. Schachclub Oranienburg IV 66 11,5

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