Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Mitglieder des HSCC beim "Empfang der Tollitäten" in der Staatskanzlei Potsdam

Fünkchen glänzen beim Ministerpräsidenten

Mit Ministerpräsident Dietmar Woidke: HSCC-Elferratsmitglied Ulrike Schwenk (r.) sowie die Fünkchen Paula und Lena, die beim einem KVBB-Nachwuchsprojekt mitwirken
Mit Ministerpräsident Dietmar Woidke: HSCC-Elferratsmitglied Ulrike Schwenk (r.) sowie die Fünkchen Paula und Lena, die beim einem KVBB-Nachwuchsprojekt mitwirken © Foto: HSCC
Thomas Berger / 14.02.2018, 20:39 Uhr
Harnekop/Potsdam (MOZ) Traditions- und Brauchtumspflege - das dürfte bei allen gemeinnützigen Karnevalsvereinen als Hauptsatzungszweck eingetragen sein. Doch wo ist denn unser Brauchtum hin, wenn es um das karnevalistische Liedgut geht? Diese berechtigte Frage stellte Fred Witschel, Vizepräsident des Karnevalverbands Berlin-Brandenburg (KVBB) und Projektleiter der KVBB-Jugend in einer ergreifenden Bütt, kombiniert mit einschlägigen karnevalistischen Gassenhauern, beim "Empfang der Tollitäten" in der Staatskanzlei von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und den auserwählten karnevalistischen Delegationen des KVBB. Das berichtet Ulrike Schwenk, Ministerin im Elfferat des Harnekoper-Sternebecker Carnevalclub (HSCC), die ebenfalls daran teilnahm. Warum wird nur zum Rhein geschielt und zum dortigen etablierten Karneval? Wir hier an Oder und Spree in Brandenburg haben doch unseren eigenen Karneval mit Traditionen und Bräuchen, die sich nicht verstecken müssen. Selbstbewusst und stolz sollten unser "icke, dette, kieke mal" wieder besungen werden statt "viva colonia".

Zur Wahrung dieses karnevalistischen Liedguts und der damit verbundenen Vielfältigkeit hat sich die KVBB-Jugend beim Projekt Zeitsprünge des Landesjugendrings Brandenburg beworben und die Förderung für das eigene Projekt "Fast vergessen - der Gesang im fastnachtlichen Brauchtum" erhalten. Die Fünkchen Lena Hinterthan und Paula Jahncke vom HSCC haben sich bereit erklärt, an diesem Projekt teilzunehmen und ihren Verein dort zu vertreten.

Im Ergebnis soll ein Liederbuch entstehen, in dem die einzelnen Vereine mit Logo, Informationen und traditionellen Liedern wider das Vergessen erfasst werden. Durchgeführt wird das Projekt von Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 13 Jahren, die dazu die Chronik des KVBB durchforsten und sich mit den einzelnen Vereinen austauschen. Dabei lernen sich die Kinder in einem Workshop kennen, entdecken den Brandenburger Landtag sowie das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und erarbeiten sich Methoden zur Umsetzung ihres Projektes. "Der medienwirksame öffentliche Auftritt in der Staatskanzlei ist dabei ebenso Teil des Projektes wie ein geplanter Ausflug in das Deutsche Fastnachtsmuseum in Kitzingen", berichtet Ulrike Schwenk weiter.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG