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Rätselraten um den Rauener Elch

Hingucker: Der hölzerne Elch an der A12 bei Rauen, mit Blick auf die Strecke Richtung Frankfurt.
Hingucker: Der hölzerne Elch an der A12 bei Rauen, mit Blick auf die Strecke Richtung Frankfurt. © Foto: Ernst Schultze
Cornelia Link / 22.04.2010, 19:15 Uhr
Rauen (In House) Täglich sehen ihn Tausende: Ein lebensgroßer Elch – fachmännisch aus einer Holzplatte gesägt und auf Pfosten montiert – grüßt derzeit von der Böschung der A12, genauer kurz vor Kilometer 19,5 in Höhe Rauen, die vorübereilenden Autofahrer. Eine Werbung für die Ansiedlung von Elchen in den Rauener Wald an den bekannten Steinen? Reine Spekulation, denn das ganze Dorf rätselt, woher das Tier stammt. Nur langsam kommt Licht ins Dunkle.

„Ich habe damit nichts zu tun“, versichert Hans Panten aus Petersdorf bei Saarow. Der einstige Rauener hatte vor Jahren schon mit seinen Turmbau-Freunden Heinz „Hannibal“ Sauer und Dieter Pade die MOZ-Leser mit der Geschichte gefoppt, im Rauener Wald seien Elche gesichtet worden. Ein gut gemachter Aprilscherz.

Auch Heinz Sauer, dem viele im Stillen die Elch-Statue zutrauen, weißt alle Schuld von sich. „Ich habe meine Finger da nicht mit im Spiel“, sagt er energisch. Dieter Pade ist ebenfalls überfragt. In Verdacht hat er die Männer vom Storkower Naturschutz- und Landschaftspflegeverein, die derzeit an der Grundschule viel mit Holz arbeiten. Dort fragte Schulleiterin Gabriele Bender bei den Bauleuten gleich nach – Resultat: Negativ.

Im Kindergarten grübeln die Mitarbeiter auch über den Elch, sind sich aber einig, die Idee muss von einem Rauener stammen. Der amtierende Bürgermeister Sven Sprunghofer kann auch nichts zur Aufklärung beitragen. Ebenso wenig die Autobahnmeisterei Fürstenwalde, die auch auch für das A12-Areal bei Rauen zuständig ist. Auffällig ist, der Wildzaun an der Trasse verläuft hinter dem Elch.

Auch der einstige Bürgermeister Eckart Kultus spricht sich für einen Rauener Urheber aus. „Ich war es nicht, könnte mir aber vorstellen, dass Heinz Vormelcher die Fähigkeiten für so etwas hat.“ Der Rentner, zugleich Vorsitzender des Fördervereins Aussichtsturm, darauf zur MOZ: „Ich war es nicht, aber unsere Ärztin Dr. Dyck weiß mehr.“ Dort in der Rauener Praxis nachgefragt, bestätigt Dr. Ilona Dyck den Elch-Erbauer zu kennen. „Daran hat eine ganze Familie gearbeitet und die kommt auch nicht aus Rauen“, sagt sie uns gestern. Allerdings dürfe sie ihre Quelle nicht preisgeben, da sich derjenige bei ihr in der Sprechstunde offenbart habe – was nun unter Schweigepflicht läuft.

Freundlicherweise hat die Allgemeinmedizinerin der Familie nun die MOZ-Nummer weitergeleitet. Wir warten auf Antwort.

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