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Stadt hat bis 1. März Zeit, um Eiche neben Molchower Brücke zu fällen

Brücke
Hürde für Neubau genommen

Aktuell nicht nutzbar: Eine neue Brücke soll in Molchow zur Saison stehen. Sicher ist das aber nicht.
Aktuell nicht nutzbar: Eine neue Brücke soll in Molchow zur Saison stehen. Sicher ist das aber nicht. © Foto: MOZ/Siegmar Trenkler
Siegmar Trenkler / 15.02.2018, 06:16 Uhr
Molchow (MOZ) Mit etwas Glück könnten die Molchower doch noch in diesem Jahr ihre neue Brücke erhalten. Bislang war noch unklar, wie es um die Eiche neben der Brücke steht, die für den Neubau weichen muss. Wie die Ostprignitz-Ruppiner Kreissprecherin Britta Avantario am Mittwoch auf Nachfrage erklärte, hat die Untere Naturschutzbehörde das Vorhaben mit Bescheid vom 6. Februar zugelassen. Demnach wäre der Erhalt der Eiche nur durch einen enormen Mehraufwand und erhebliche zusätzliche Eingriffe in andere Schutzgüter möglich gewesen. Viel Zeit bleibt für die Fällung aber nicht, ohne die der Neubau nicht erfolgen kann. Aufgrund artenschutzrechtlicher Bestimmungen muss das noch vor dem 1. März erfolgen, so Avantario. Als Ersatz dafür müssen nach Abschluss der Baumaßnahme 15 Laubbäume mit einem Stammumfang von 16 bis 25 Zentimetern neu gepflanzt werden.

Für die Molchower ist das ein kleiner Hoffnungsschimmer. Denn bislang hatte die Stadt Ortsvorsteher Uwe Schürmanns Fragen zur Zukunft des Baums nicht beantwortet. Er hatte befürchtet, dass die Untersuchung zu Arten, die den Baum als Lebensraum nutzen, noch nicht erfolgt sei, was eine weitere Verzögerung bedeutet hätte (RA berichtete). Dass die Schuld für den verschobenen Baustart beim Ortsbeirat liege, der gegen den Entwurf der Verwaltung gekämpft hat, möchte Schürmann indes nicht auf sich sitzen lassen. "Oberstes Anliegen ist mir, dass wir baldmöglichst wieder eine Brücke kriegen", stellte er am Mittwoch noch einmal klar. Es habe nicht am Widerstand des Ortsbeirats gelegen, dass so viel Zeit vergangen ist. "Wir haben uns vor einem Jahr schon im Januar gegen den Entwurf der Stadt ausgesprochen. Dann hat es aber bis Ende Juni gedauert, bis der neue Plan vorlag", stellt er klar.

Vor allem bleibt Schürmann bei seiner Warnung, die er schon im vergangenen Jahr geäußert hat: dass der Stadt nämlich durch den vorgelegten Entwurf wirtschaftlicher Schaden entstehen wird. "Die Schwesternbrücke in Riesa hat mit den Begleitmaßnahmen 1,5 Millionen Euro gekostet. Da frage ich mich, wie Neuruppin diese Brücke für wesentlich weniger Geld bauen möchte."

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