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Tobias Morgenstern und Thomas Rühmann arbeiten an einem neuen Stück zum 20. Theatergeburtstag

Konzentriertes, kreatives Denken

© Foto: Promo
Nadja Voigt / 15.02.2018, 06:20 Uhr
Zollbrücke (MOZ) Das Theater am Rand feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen. Was am 31. Januar 1998 mit einer handvoll Zuschauern und einer Vorstellung im Monat begann, ist zu einem festen Bestandteil der Kulturlandschaft geworden, zu einem Magnet, der scharenweise Besucher ins Oderbruch lockt.

Zum 20. Geburtstag wird es eine neue Produktion geben. Dieses Geschenk machen sich Thomas Rühmann und Tobias Morgenstern und ihrem Publikum. Seit Dezember sind die beiden Gründer des Theaters regelmäßig zusammen und arbeiten. Dabei wird viel gedacht und noch mehr geschwiegen, wie Tobias Morgenstern erzählt. Das sei ein konzentriertes, kreatives Denken. "Von rasanten Vorstellungen auf den Kern der Sache kommend", sagt Morgenstern. Der Kern der Sache, das ist der Fokus der beiden Künstler, Wort und Musik miteinander zu verbinden. Um nichts anderes ist es ihnen gegangen, als sie am 31. Januar 1998 das erste Stück zusammen spielten. Im unteren Teil des Hauses, das Tobias Morgenstern 1986 in Zollbrücke gekauft hat. Zehn Jahre später lernen sich der Musiker Morgenstern und der Schauspieler Rühmann bei einer Produktion im Gorki-Theater kennen. Ihr erstes gemeinsames Projekt ist Sten Nadolnys "Die Entdeckung der Langsamkeit" als szenische Lesung. Dann folgt "Das grüne Akkordeon". "Doch wo führen wir das auf", fragen sich Rühmann und Morgenstern. "Wir spielen es im Haus und laden Freunde ein", lautet ihre Antwort. Zunächst vor bis zu 30 Zuschauern und einmal im Monat, zum Ende des Jahres 1998 schon ein Wochenende im Monat. "Es wurde kontinuierlich immer mehr", berichtet Tobias Morgenstern rückblickend. Die Zuschauergemeinde wuchs - das Theater auch. Erst ging es auf die Wiese, dann hoch hinaus. Ein organisches Haus der Kunst mitten in der Landschaft des Oderbruchs. Und aus den Zwei-Personen-Stücken werden Produktionen mit vielen Darstellern und einem Programm das seines gleichen sucht: Theaterstücke, Lesungen, Konzerte, Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Kabarett, Festivals.

Die neue Sommerproduktion zum Theatergeburtstag, die am 8. Juni Premiere feiern wird, wird sich um Personen, Dinge, Stücke aus den letzten 20 Jahren drehen, die die gemeinsame Zeit im Theater betreffen, verrät Tobias Morgenstern. "Es wird im Wesentlichen von uns beiden gespielt und soll mit einer Art offener, improvisierter Form beginnen." Beide wollen, so der Intendant, noch einmal zeigen, was ihr Mittelpunkt ist.

Darüber hinaus wird es für die Zuschauer ein abwechslungsreiches Programm im Jubiläumsjahr geben. Den Auftakt macht "Der Schimmelreiter" von dem im Oderbruch lebenden Regisseur Christian Schmidt. "Das ist eine besondere Produktion, weil sie so viel mit der Region zu tun hat", wertet Tobias Morgenstern. Dem Stück nach Theodor Storms berühmter Novelle folgen Lesungen von Ursula Karusseit und am 9. März gibt es erstmals mit "Bon Voyage" von Alexey Mironov sogar Comedy im Theater am Rand. Dann folgt ein Kreisler-Abend, es singen Uschi Brüning und Band, es wird Weltfrauentag gefeiert, Elke Heidenreich wird von Uta Schorn gelesen, es gibt eine Saatguttauschbörse und die Ökofilmtour macht Station.

Das Programm des Theaters findet sich auf der Internetseite unter www.theateramrand.de oder im aktuellen, gedruckten Frühjahrs-Spielplan.

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