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Stadtverwaltung nimmt von ursprünglichen Plänen Abstand

Beschluss
Alte Festhalle wird nicht verkauft

Detlef Klementz / 15.02.2018, 06:54 Uhr
Strausberg (MOZ) Entgegen ursprünglichen Plänen wird die frühere Turn- und Festhalle in der Wriezener Straße nicht verkauft. Das haben die Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung mit 16 Ja- bei neun Nein-Stimmen beschlossen. Damit war die Linksfraktion mit ihrer Initiative, die Entbehrlichkeit des Objekts zu widerrufen, erfolgreich.

Fraktionschef Ronny Kühn hatte im Vorfeld wiederholt auf die bislang erfolglosen Versuche der Verwaltung hingewiesen, die denkmalgeschützte Halle zu verkaufen. Er sprach mit Blick auf den abgerissenen Klub am See von einer Lücke bei Versammlungsräumen im Norden der Stadt. Angesichts der laufenden und geplanten Neubauten werde aber mit Sicherheit schon bald ein wachsender Bedarf an öffentlich nutzbaren Räumlichkeiten entstehen.

Jürgen Schmitz (UfW/Pro Strausberg) teilte mit, er habe sich bei der Denkmalbehörde sachkundig gemacht. Als Eigentümer sei die Stadt für den Erhalt des Einzeldenkmals zuständig.

In die Richtung zielte auch die Anfrage von Camillo Menzel (Linke) an die Bürgermeisterin. Auf seine Frage, was die Verwaltung zum Erhalt der Bausubstanz der Turnhalle bislang unternommen habe, antwortete Elke Stadeler, dass an dem Gebäude "keine reguläre Bauunterhaltung" vorgenommen worden sei. Angesichts der Veräußerungspläne seien "nur Maßnahmen zur Notsicherung" ausgeführt worden. Konkret verwies sie auf die Entleerung und Außerbetriebnahme der Wasser- und Heizungsanlage 2013 zur Vermeidung von Wasserschäden. Zudem seien fehlende Dachsteine ersetzt, Dachfenster abgedichtet sowie Dachrinnen und Fallrohre gereinigt und repariert worden. Die Bürgermeisterin räumte ein, dass man hätte "mehr tun können", aber die Halle sei "nicht auf der Agenda". Nach ihrer Meinung ist eine Festhalle nicht erforderlich. Dabei verwies sie nicht zuletzt auf die fehlenden Parkplätze.

Die Halle war vor der Errichtung des Klub am See das NVA-Kulturhaus der Stadt. Zu DDR-Zeiten war das Gebäude Teil des Kultur- und Sportzentrums des Verteidigungsministeriums. Es gab dort Sportveranstaltungen, aber auch eine Studiobühne. Die nutzten vor allem das Amateurkabarett "Der Stachel" sowie der Große und der Kleine Klubchor.

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Jürgen Schmitz 15.02.2018 - 09:24:45

Nein - das bitte nicht

Die im Beitrag für meine Person gemachte Zuordnung zur UfW/Pro Strausberg geht wirklich nicht, dazu lagen und liegen wir inhaltlich "überweit" auseinander.... Als liberal eingestellter Mensch bin ich Mitglied der FDP, war auch in der DDR von 1986 -1989 Mitglied der LDPD.

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