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Bauausschuss votiert einstimmig für Öffentlichkeitsbeteiligung zum Spielplatzstandort

Fürstenberger können beim Spielplatz mitreden

So oder ähnlich soll er aussehen: Der Wasserspielplatz, für den ein Standort in Fürstenberg gesucht wird. Der Entwurf stammt vom Büro BW & P aus Netzeband
So oder ähnlich soll er aussehen: Der Wasserspielplatz, für den ein Standort in Fürstenberg gesucht wird. Der Entwurf stammt vom Büro BW & P aus Netzeband © Foto: Büro BW & P Netzeband
Matthias Henke / 15.02.2018, 07:11 Uhr
Fürstenberg (mhe) Wo soll der geplante Wasserspielplatz in Fürstenberg seinen Platz finden? Im Stadtpark oder am Badestrand? Was das angeht, sollen die Bürger ein Wörtchen mitreden können. Der Bauausschuss ebnete bei seiner Sitzung am Donnerstag den Weg für eine Öffentlichkeitsbeteiligung, das letzte Wort hat kommende Woche das Plenum der Stadtverordneten.

Auf einer speziell dafür entworfenen Internetseite, per E-Mail oder Briefpost sollen Einwohner und Auswärtige gleichermaßen ihre Meinung kundtun können, umschrieb Bauamtsleiterin Sylvia Jandt das Prozedere. Auf der Seite der Stadt werde zu diesem Zweck ein Link zur Befragung gesetzt. Informationsmaterial werde ferner in öffentlichen Gebäuden ausliegen und an die Vereine der Stadt verschickt. Knapp fünf Wochen soll die Umfrage laufen - von Montag, 5. März, bis Freitag, 6. April.

Teilnehmer haben lediglich die Wahl zwischen den Standorten Festwiese und Stadtpark sowie die Möglichkeit, einige persönliche Anmerkungen zu hinterlassen. Die Umfrage sei nicht weiter ausdifferenziert worden, da sonst schwerlich eine ordentliche Auswertung möglich sei, sagte die Bauamtsleiterin. Seinen Namen soll der Teilnehmer auf Initiative des Bauausschusses auch hinterlassen. Ansonsten werden aber keinerlei persönliche Daten abgefragt, versicherte Jandt. Allerdings werden die IP-Adressen registriert, um Mehrfachteilnahmen zu erschweren.

Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg) wollte den Begriff "Abstimmung" aus den Unterlagen getilgt wissen, den diese im Entwurf noch enthalten. Die Bürger seien lediglich dazu aufgerufen, ihre Meinung kundzutun. "Darüber abzustimmen, ist unser ureigenes Recht als Stadtverordnete", betonte Aymanns.

Für den Fall, dass dem Standort Stadtpark letztlich der Vorzug gegeben wird, wurde das Projekt vorsorglich in die Vorhabenliste für das Förderprogramm "Aktive Stadtzentren" eingetragen, erläuterte Sylvia Jandt. Doch auch für den Fall, dass die Entscheidung zugunsten der Festwiese ausfällt, müsste die Stadt nicht auf Fördermittel verzichten. Im Rahmen des Leader-Programms könnten Mittel in Anspruch genommen werden. Allerdings müsse der Spielplatz in diesem Fall in einem größeren Rahmen zur Aufwertung des gesamten Areals betrachtet werden. Für weitere auf dem Gelände fällige Baumaßnahmen müsste die Kommune ebenfalls Geld in die Hand nehmen.

"Anfangs hat sich wohl niemand die Ausmaße vorgestellt", sagte Ilona Friedrich zu dem Entwurf der Spielgeräte, die eine Fläche von etwa 11 mal 15 Meter in Anspruch nehmen. Für den Stadtpark sei für sie "eine kleinere Geschichte" als Ergänzung zu den bestehenden Geräten passender. Doch die Entscheidung zugunsten eines Standortes bedeute nicht, dass am anderen nichts passieren könne, wurde von der Verwaltung betont. Unabhängig davon wollen sich die Ausschussmitglieder aber eine Hintertür offenhalten und legten fest, dass der vorliegende Entwurf den gegenwärtigen Stand darstelle und noch änderbar sei. "Wer einen Golf bestellt und dann einen Seat bekommt, kann auch zufrieden sein", so Raimund Aymanns.

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