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Baupläne
Neue Wohnhäuser und eine Pension

Bernhard Schwiete / 15.02.2018, 08:45 Uhr
Kolpin (MOZ) Im nur gut 100 Einwohner zählenden Dahmsdorf kann neue Wohnbebauung entstehen. Außerdem darf der Betreiber des Campingplatzes Schwarzhorn auf dem Areal eine Pension errichten. Beiden Vorhaben hat die Gemeindevertretung Reichenwalde bei ihrer Sitzung am Dienstagabend in Kolpin ihre Zustimmung erteilt. Die zwei Beschlussvorlagen wurden jeweils einstimmig angenommen. Es ging  um die  Abwägung von Einwänden und  um die finalen Satzungsbeschlüsse.

Möglichkeiten für neue Wohnbebauung gibt es künftig in der Straße Am Waldrand. Auf sechs Parzellen können dort Häuser gebaut werden. Befürchtungen, der grüne Charakter der Straße könne verschwinden, hielt Scharmützelsee-Bauamtsleiterin Simone Tannhäuser für unbegründet. „Je nach Grundstücksgröße  können maximal 250 Quadratmeter versiegelt werden“, sagte sie.

Gemeindevertreterin Gabriele Streichenbach aus Dahmsdorf befürchtete, bei den Bauarbeiten könne die unbefestigte Zufahrtstraße  von Lastwagen zerfahren werden. Christoph Lehmann vom Bauamt antwortete, er gehe davon aus, dass die Schäden „überschaubar“ bleiben. Er bot jedoch an, ein „Pflasterprotokoll“  zu erstellen. Dann könnten Bauherren zur Beseitigung möglicher Schäden herangezogen werden.

Gegen die Pension auf dem Campingplatz Schwarzhorn hatte es auch Einwände von Einwohnern aus Wendisch Rietz gegeben – von dort verläuft die einzige Zufahrtstraße zu dem Gelände. Sie brachten naturschutzrechtliche Bedenken vor und äußerten außerdem Zweifel, ob das Bebauungsplanverfahren auf rechtlich korrektem Wege abgelaufen sei. Simone Tannhäuser hielt sämtliche Argumente für „nicht nachvollziehbar“, die Gemeindevertretung folgte dieser Auffassung. Da für die neue Pension alte Baracken und ein Bungalow abgerissen würden, sei die versiegelte Fläche künftig sogar kleiner als bisher, sagte sie.

Die Gemeinde Wendisch Rietz hatte das Vorhaben  bereits positiv beurteilt. Es erweitere das touristische Angebot und komme den Interessen der Kommune  entgegen. Gemeindevertreter Christian Zwiebler äußerte die Befürchtung, die Wendisch Rietzer Einwohner, die mit ihren Einwänden scheiterten, könnten gegen den Bebauungsplan Klage einreichen. „Das kann ich nicht ausschließen. Dazu hat jeder das Recht“, antwortete Simone Tannhäuser.

Kritik äußerte die Bauamtsleiterin an der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oder-Spree. „Sie soll sich um Naturschutz kümmern, nicht um Fenstergrößen“, sagte sie. Die Kreisverwaltung hatte Kritik geübt am Ausmaß des Baufeldes für die Pension, die bis zu 70 Meter lang werden kann. Auch mit Firsthöhen und eben Fenstergrößen hatte sie sich beschäftigt und der Gemeinde dazu Anregungen gegeben. Die Gemeindevertretung lehnte die Vorschläge aus Beeskow bei der Abwägung aber ab und folgte damit der Auffassung der Amsleiterin.

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