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Tausend Stasi-Seiten über das Halbleiterwerk

dpa / 30.08.2010, 17:33 Uhr
Frankfurt (Oder) (In House) In der Außenstelle der Stasiunterlagenbehörde in Frankfurt (Oder) wurden Säcke mit zerrissenen Aufzeichnungen einer Führungskraft des ehemaligen Halbleiterwerkes entdeckt, die 18 Jahre lang für die Stasi spitzelte. Der „außergewöhnliche Fund“ erlaube tiefe Einblicke ins Leben des Volkseigenen Großbetriebes, so Behördenleiter Rüdiger Sielaff.

Der hochdotierte Spitzel, der zwischen 1971 und 1989 für das Ministerium für Staatssicherheit arbeitete und zum Inoffiziellen Mitarbeiter im besonderen Einsatz aufstieg, verfasste mehr als tausend Seiten; viele sind inzwischen rekonstruiert. Darin verriet er Aussagen seiner Mitarbeiter in den Frühstücksrunden, schrieb über die Stimmung der polnischen Fachkräfte zu Zeiten des Solidarnosc-Verbotes, über einen illegalen Computerhandel im Werk und eine Havarie 1987 mit
einem Schaden in Millionenhöhe.


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Ray Bell 30.08.2010 - 23:29:38

Stasivergangenheit

Veröffentlichen Sie doch diese Dokumente! Bin auch ein ehemaliger Halbleiterwerker.

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