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Mitte März fällt die Entscheidung

Nach den verschiedenen Übungen, steht zum Abschluss des Abends immer ein Handballspiel auf dem Programm.
Nach den verschiedenen Übungen, steht zum Abschluss des Abends immer ein Handballspiel auf dem Programm. © Foto: MZV
Martin Terstegge / 15.02.2018, 12:48 Uhr
Bad Belzig (MOZ) Mitte Januar startete der MBSV Belzig ein ungewöhnliches Projekt: Handball für jedermann. Immer Montagabends steht unter der Aufsicht von Harry Kernke, die Bad Belziger Albert-Baur-Halle allen zur Verfügung, die mit dem Handballsport noch nie oder in der Vergangenheit in Berührung kamen. Konkrete Erwartungen stehen nicht dahinter, doch sollte sich aus den Teilnehmern der Pool für eine zweite Männermannschaft bilden, wäre das ein gewünschter Effekt.

Die Zahlen sind vielversprechend, zuletzt trafen sich 19 Aktive in der Baurhalle, darunter drei neue Gesichter. Die Motivation ist recht unterschiedlich. Da sind zum einen die "alten Hasen" wie Sandro Wernicke oder Eric Graf (früher Deperade), die damals aus zeitlichen Gründen aufhörten, aber die Liebe zum Sport war ungebrochen.

Andere suchen einen Ausgleich zum Arbeitsleben. Aus pragmatischer Motivation sind auch fünf Co-Trainer aus dem Nachwuchsbereich (E- bis C-Jugend) dabei. Häufig spielen die eigenen Kinder in den Vertretungen mit und die Eltern sind überredet worden, bei den Übungseinheiten und Punktspielen in der Funktion als Co-Trainer mitzuarbeiten. Allerdings haben viele vorher noch nie Handball gespielt. "Das ist eine gute Gelegenheit den Sport zu erlernen, das Gefühl dafür zu bekommen. Man kann dann zum Beispiel viel besser einschätzen, ob es ein vermeidbarer Fehler war, oder die Situation echt schwer zu händeln war", meinte Christian Starick, der bei den D-Juniorinnen als Co-Trainer aushilft.

Denis Wandersee, Trainer der Frauen- und Männermannschaft, würde es begrüßen, wenn es zur Bildung eines zweiten Männerteams käme. Zum einen würden dann die Akteure, die den Sprung in den ersten Kader noch nicht geschafft haben, eine Bühne bekommen. Das gleiche würde für die Nachwuchskräfte gelten, die aus dem Juniorenbereich heraus gewachsen sind. "Es ist besser sie könnten sich in der Kreisliga in mehreren Partien messen, als wenn sie vielleicht nur zehn Minuten Einsatzzeit bei den 1. Männern über die gesamte Saison erhalten", so Wandersee, der ebenfalls regelmäßig am Jedermann-Training teilnimmt. Er kann sich noch daran erinnern, wie schwer es ihm fiel, gleich aus dem B-Juniorenbereich in der Erwachsenenwelt Fuß zu fassen.

Noch circa einen Monat wollen die Verantwortlichen das Projekt beobachten, um dann Mitte März zu entscheiden, ob eine Reservemannschaft gemeldet wird. Doch auch wenn man sich dagegen entscheidet, soll dieser Abend aufrechterhalten bleiben. Vielleicht kann so das eine oder andere Mitglied neugewonnen werden, für das Vereinsleben ist der Trainingsabend auf jeden Fall ein Gewinn.

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