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Heike und Maik Hölzer stellen Hobby auf professionelle Füße / Geschäftsleute vertreiben badische Produkte

Ehepaar verwandelt Scheune in Weinladen

Vom Hobby zum Nebenberuf: Heike Hölzer vertreibt Wein und packt Präsentkörbe.
Vom Hobby zum Nebenberuf: Heike Hölzer vertreibt Wein und packt Präsentkörbe. © Foto: MOZ
Steffen Göttmann / 11.10.2011, 21:33 Uhr
Gersdorf (MOZ) Heike und Maik Hölzer haben sich einen langersehnten Traum erfüllt. In ihrem Vierseitenhof in Gersdorf an der Straße Zum Gamenseebauten sie die Tenne in eine Weinhandlung um. Das rustikale Ambienteder Scheune spiegelt sich auch in der Atmosphäre des Innenraums wider. Dass sie dort ausschließlich badische Weine, Obstbrände und weitere Leckereien vertreiben, ist in erster Linie auf die Freundschaft mit Walter Ziegler zurückzuführen. Der gebürtige Gersdorfer floh als Kind mit seinen Eltern in den fünfziger Jahrennach Süddeutschland und lebt heute im südbadischen Köndringen bei Emmendingen. Er hat sein Elternhaus wieder aufgebaut und lebt dort wie auch in Gersdorf. Ziegler stellte die Kontakte zu den Produzenten her.

„Die Idee kam uns, als sich abzeichnete, dass es in Gersdorf keine Gaststätte mehr geben wird“, sagt Maik Hölzer. Das ehemaligeGasthaus „Vier Linden“ sei vergangenes Jahr abgerissen worden. Dennoch sei die Weinhandlung keine Kneipe, sondern ein Geschäft, sagt Heike Hölzer. Zwei Tische mit Stühlen ermöglichen eine Weinverkostung oder mal eine kleine private Feier. Wie es der Gesetzgeber fordert, ließ das Ehepaar behindertengerechte Toiletten einbauen. „Wir wollen aber nicht mit dem Kulturhaus Kruge konkurrieren“, sagt Maik Hölzer. Er gehe auch nicht davon aus, mit dem Geschäft in den nächsten Jahren einen großen Überschuss zu erwirtschaften.„Vielleicht können wir irgendwann einmal eine halbe Stelle schaffen.“

Beide betreiben des Geschäft, das nur freitagsvon 15 bis ?19 Uhr und sonnabendsvon 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist, nebenberuflich. Heike Hölzer übt ihren Beruf als Kindergärtnerin inder Kita Kruge weiter aus.Maik Hölzer ist selbstständiger Insolvenzverwalter.

„Wir haben alle unsere Produzenten besucht, in ihre Weinkeller und Destillen geblickt“, sagt Maik Hölzer. „Ich möchte wissen, wie die Leute arbeiten, deren Produkte wir hier feilbieten.“ Auch die Leckereien wie Gelee oder Tee, die Heike Hölzer ins Sortiment aufgenommen hat, haben etwas mit Wein zu tun.

„Wir kamen Anfang der 1990er Jahre bei Urlaubsreisen auf den Wein-Geschmack“, berichtet sie. Im Weinvertrieb ist sie schon länger tätig. Das Wohnzimmer der Familie oder das Büro seien als Empfangsräume für die Kunden auf Dauer nicht geeignet.

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