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Ende der Bewerbungsfrist mit Überraschung: Torsten Gärtner aus Schwedt tritt für Freie Wähler an

Überraschend
Drei Kandidaten zur Landratswahl

Wacht über den Wahlverlauf in der Uckermark: Kreiswahlleiter Robert Richter hat bis Donnerstag Punkt 12 Uhr auf Vorschläge der Landratsbewerber gewartet.
Wacht über den Wahlverlauf in der Uckermark: Kreiswahlleiter Robert Richter hat bis Donnerstag Punkt 12 Uhr auf Vorschläge der Landratsbewerber gewartet. © Foto: MOZ/Oliver Schwers
Oliver Schwers / 15.02.2018, 21:59 Uhr
Prenzlau (MOZ) Überraschung kurz vor Toresschluss: Es gibt neben den Kandidaten von SPD und CDU noch einen dritten Bewerber für die bevorstehende Landratswahl in der Uckermark. Der Schwedter Bankangestellte Torsten Gärtner will es erneut wissen. Er hat sich für das in Brandenburg wirkende Bündnis BVB/Freie Wähler aufstellen lassen. Schon 2010 liebäugelte Gärtner mit dem Chefposten in der Kreisverwaltung, konnte damals aber nicht einmal die erforderlichen rund 100 Unterstützerunterschriften vorlegen und fiel damit schon vorfristig aus dem Rennen. Diesmal sind keine Unterschriften notwendig, weil die Freien Wähler bereits Abgeordnete in Parlamenten haben.

Erst quasi in letzter Minute kam die Nominierung zustande. Am 11. Februar fand die Nominierungsveranstaltung der Freien Wähler statt. Damit lagen zum Ende der Bewerbungsfrist am Donnerstag punkt 12 Uhr die Namen von drei Kandidaten beim Kreiswahlleiter Robert Richter vor. Der Wähler kann im April entscheiden zwischen Amtsinhaber Dietmar Schulze (SPD), seiner Herausforderin Karina Dörk (CDU) sowie Torsten Gärtner (BVB/Freie Wähler).

Wenn der Kreiswahlauschuss am 19. Februar die Liste bestätigt und die Vollständigkeit aller Unterlagen bekannt gibt, werden sofort die Stimmzettel gedruckt. Sie müssen bis zum 16. März vorliegen. 105 550 Stück in A4-Größe hat Robert Richter in Auftrag gegeben. Die Wahl ist einfach: Jeder Wähler kann ein Kreuz abgeben bei seinem Wunschkandidaten.

Bis zum 1. April sollen alle Wahlbenachrichtigungskarten an die Bürger verschickt werden. Sie können dann entscheiden, ob sie am 22. April an die Wahlurne treten oder lieber die Briefwahlunterlagen nutzen.

Der Anteil der Briefwähler steigt bei jeder Wahl. Daher hat der Kreiswahlleiter schon mal vorsorglich deutlich mehr bedruckte Umschläge geordert. Vor acht Jahren nutzten 5856 Bürger die Briefwahl. Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr waren es schon rund 14 000.

Je höher die Wahlbeteiligung, desto höher ist auch die Chance, dass der neue Uckermark-Landrat gleich im ersten Wahlgang feststeht. Sieger am Wahlabend wird derjenige, der nicht nur mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich vereint, sondern auch mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten. Andernfalls findet eine Stichwahl zum späteren Zeitpunkt statt. Allerdings ist dann meist die Wahlbeteiligung niedriger, weil erfahrungsgemäß weniger Menschen ihr Wahlrecht nutzen.

Erwartet wird jedoch ein spannender Wahlkampf. Das hat sich bereits auf den Nominierungsversammlungen von SPD und CDU angedeutet.

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