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Auch BVB/Freie Wähler und AfD dabei

Wahlen
Nun fünf Bewerber ums Landratsamt

Der Chefsessel in der Neuruppiner Kreisverwaltung ist begehrt.
Der Chefsessel in der Neuruppiner Kreisverwaltung ist begehrt. © Foto: MOZ/Anja Rütenik
Christian Schönberg / 16.02.2018, 14:08 Uhr
Ostprignitz-Ruppin (MOZ) BVB/Freie Wähler und AfD schalten sich mit eigenen Bewerbern in die Landratswahl mit ein. Damit wird das Ringen um den höchsten Posten im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zu einem Fünfkampf.

Am Mittwoch hat der Rheinsberger Rechtsanwalt Hans-Georg Rieger die Bewerbungsunterlagen für die Listenvereinigung "BVB/Freie Wähler - Gemeinsam für Ostprignitz-Ruppin!" bei der Wahlbehörde abgegeben. Der 59-Jährige stammt aus Baden-Württemberg. Er ist derzeit eines der beiden Kreistagsfraktionsmitglieder von BVB/Freie Wähler und langjähriges Mitglied der Rheinsberger Stadtverordnetenversammlung.

Die AfD geht mit ihrer Kreisverbandschefin Petra Hentschel ins Rennen. Sie wurde am Dienstag bei einer Mitgliederversammlung in Neuruppin mit einfacher Mehrheit nominiert. Die Rechtsanwaltsfachangestellte stammt aus Güstrow und lebt seit 1990 in Neuruppin. Sie ist 2016 in die Partei eingetreten und seit Oktober die Vorsitzende des Kreisverbands. Ihr Wahlvorschlag ging am Donnerstag kurz vor Ablauf der Frist in der Wahlbehörde des Landkreises Ostprignitz-Ruppin ein. Hentschel ist die einzige Frau im Kandidaten-Quintett.

Bereits im Dezember hat die SPD Amtsinhaber Ralf Reinhardt nominiert. Am 16.Januar entschied sich dann die CDU für den stellvertretenden Kreistagspräsidenten Sven Deter. Die Linke hat vor einer Woche den parteilosen Betriebsratsvorsitzenden der Ruppiner Kliniken, Christian Scherkenbach, als ihren Kandidaten einstimmig gewählt.

Der Landrat wird am 22.April von den Ostprignitz-Ruppinern gewählt, weil die Amtszeit von Ralf Reinhardt am 31.Juli ausläuft. Sollte keiner der nun fünf Kandidaten in gut neun Wochen die Mehrheit bei der Abstimmung erhalten, kommt es 14Tage später zu einer Stichwahl zwischen den zwei Bewerbern mit den meisten Stimmen. Wer dann am 6.Mai gewählt sein will, muss allerdings auch die Stimmen von 15Prozent aller Wahlberechtigen erhalten haben. Die einfache Mehrheit allein reicht nicht. Erreicht kein Kandidat diesen auch Quorum genannten Wahlberechtigten-Anteil, schreibt der Kreistag die Stelle aus und entscheidet parlamentarisch darüber, wer Chef der Kreisverwaltung wird.

Dieses Verfahren kam auch vor acht Jahren bei der bislang letzten Landratswahl zum Zuge. Ralf Reinhardt (seinerzeit noch parteilos) hatte bei der Stichwahl am 24.Januar 2010 zwar 11580 Stimmen geholt und damit 228 mehr als Egmont Hamelow(CDU). Bei 88805 Wahlberechtigten erreichte er damit aber nur ein Quorum von 13Prozent. Vom Kreistag wurde er dann mit 26gegen 22Stimmen mehrheitlich gewählt.

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