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Brandenburgs größte Sparkasse MBS profitiert kräftig von guter wirtschaftlicher Entwicklung

Wachstum
Brandenburgs größte Sparkasse legt weiter zu

Blickt auf erfolgreiches Jahr zurück: Andreas Schulz, Vorsitzender des Vorstandes der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS)
Blickt auf erfolgreiches Jahr zurück: Andreas Schulz, Vorsitzender des Vorstandes der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) © Foto: Mittelbrandenburgische Sparkasse
Hajo Zenker / 17.02.2018, 07:00 Uhr
Potsdam (MOZ) Die Brandenburger Wirtschaft brummt, die Einkommen steigen, die Erwerbslosigkeit ist niedrig wie nie – diese Rahmenbedingungen haben dazu beigetragen, dass die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) „ein sehr, sehr ordentliches Jahr 2017“ verbuchen kann, wie der Vorstandsvorsitzende Andreas Schulz sagt. Kreditvergabe, Einlagen und Ergebnis stiegen demnach weiter an.

So sei der Baumboom ungebrochen. Die Immobilienfinanzierungen seien mit Zusagen von 706 Millionen Euro, ein Plus von stolzen 18 Prozent, „noch über das sehr hohe Niveau des Vorjahres gesteigert worden“, so der Chef der größten märkischen Sparkasse mit rund 1600 Mitarbeitern und 150 Geschäftsstellen. Man habe dabei natürlich auch vom attraktiven Geschäftsgebiet nördlich, westlich und südlich von Berlin profitiert – die MBS ist in den Landkreisen Havelland, Oberhavel, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald sowie in den kreisfreien Städten Brandenburg/Havel und Potsdam aktiv. Insgesamt wurden 1,2 Milliarden neu an Darlehen zugesagt, die Hälfte floss laut Schulz in die Wirtschaft. Er bescheinigte dabei den märkischen Unternehmen, die Internationalisierung voranzutreiben, Geschäftskontakte etwa nach Asien und Amerika spürbar auszubauen. Alles in allem stehen bei der MBS ausgegebene Kredite in Höhe von 5,05 Milliarden Euro in den Büchern – im Jahr 2012 waren es erst 3,2 Milliarden gewesen.

„Trotz de-facto-Abschaffung des Habenzinses“ ließen die MBS-Kunden die Einlagen auf 10,5 Milliarden Euro ansteigen – 508 Millionen hätten sie zusätzlich auf die Konten eingezahlt. Damit lag der Wert noch einmal zwölf Millionen Euro „über dem stolzen Zuwachs von 2016“, so Andreas Schulz.

An große Unternehmen und Kommunen werden mittlerweile die Negativzinsen von 0,4 Prozent, die die Europäische Zentralbank (EZB) von den Kreditinstituten kassiert, wenn sie Geld bei ihr parken, weitergereicht. Der MBS-Chef macht die Dimension deutlich: Man selbst habe an die EZB 1,4 Millionen zahlen müssen, von Kunden aber nur 187 000 Euro kassiert.

Kassieren können auch die kommunalen Eigentümer der MBS, die 13 Millionen Euro Ausschütttung bekommen sollen. Freuen darf sich auch der Finanzminister: 57 Millionen Euro an Steuern sorgen dafür, dass vom Ergebnissprung vor Steuern – von 78 Millionen auf 84 Millionen – als Überschuss noch knapp 27 Millionen Euro übrig bleiben, nicht einmal 80 000 Euro mehr als 2016.

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