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Voller Saal im Zentrum für Informationsarbeit der Bundeswehr / Stehende Ovationen zum Finale

Talenteschau
Mitreißende Fontane-Gala begeistert

Jens Sell / 19.02.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 21.02.2018, 16:52
Strausberg (MOZ) Mit der Fontane-Gala erlebten mehr als 600 Besucher im großen Saal des Zentrums für Informationsarbeit der Bundeswehr am Sonnabendabend eine temporeiche und niveauvolle Schau der künstlerischen und sportlichen Talente des Theodor-Fontane-Gymnasiums.

"Abgedreht" heißt die Fontane-Gala des Theodor-Fontane-Gymnasiums Strausberg, die am Sonnabend vor rund 600 Gästen im Zentrum für Informationsarbeit der Bundeswehr in Strausberg aufgeführt wurde. Die begeisterten Zuschauer sahen eine temporeiche Show, deren von den Schülern gestalteten Beiträge von hohem künstlerischem, sportlichem und artistischem Anspruch und sozialkritischen Aspekten geprägt waren.
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Fontane-Gala 2018

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Die Strausberger Fontane-Gymnasiasten sind musisch talentiert, sportlich ambitioniert, sozialkritisch, technisch ehrgeizig und solidarisch. Diese Erkenntnisse konnten die mehr als 600 Besucher der Fontane-Gala 2018 am vergangenen Sonnabend im Großen Saal des Informationszentrums der Bundeswehr nach drei Stunden hochkarätiger Unterhaltung mitnehmen. "Abgedreht" ist der Titel dieser Gala, und wie Schulleiterin Marieta Gruber zur Begrüßung betonte, bezog sich der nicht nur auf die Videos über die Vorbereitung der Gala, sondern auf die Lage der Welt schlechthin nach Einschätzung der Schüler. Ein zweifelloser inhaltlicher Höhepunkt die Gesangsperformance "Abgedrehte Welt" von Benjamin Bechly, Lara Küchler und Anna Zeller (brillant auch am Flügel), zu der eindrucksvolle Filmsequenzen aus Kriegen und Katastrophengebieten gezeigt wurden. Aussagestark auch die Musikauswahl mit "Junimond" von Rio Reiser, der Chor unter Leitung von Claudia Jost mit schönem Satz-Gesang im Refrain (Chorsatz Steven Kolacny), und mit "Smells Like a Teen Spirit" von Nirvana, als super-rockig das Finale eingeleitet wurde.

Dazwischen kam keine Minute Langeweile auf. Temporeich wechselten sich die Auftritte ab. Durch das Programm, das wie in vielen Vorjahren von einem Team gleichberechtigt mitwirkender Schüler und Lehrer organisiert wurde, führten Neele Loerzer, Elisa Jahn und Henriette Pauls mit satirisch spitzer Zunge. Tagesaktuell geißelten sie den immensen Imageschaden, den Mitarbeiter von Oxfam dem Wirken aller auf Spenden angewiesenen Hilfsorganisationen zugefügt haben.

Großartige Solo- und Ensembleleistungen unterhielten das Publikum vorzüglich. Sei es der pantomimische Artist Niklas Krüger oder der Tanz "A Night like This" von acht Schülerinnen der Schule für kreativen Tanz, sei es Anna Zeller singend am Piano oder Lukas Fabian Dockhorn, Paula Siebert und Nele Zabel an Violinen und Flügel mit Klassik. Hubert Pawlowski und Swen Schäferjohann ließen die Komikerlegenden Rolf Herricht und Hans-Joachim Preil mit ihrem Sketch "Das Schachspiel" wieder auferstehen. Die Turner zeigten Salti und Barrenkunststücke, die TeamGym-Truppe brillierte mit atemberaubenden Flick-Flacks und gewagten Sprüngen vor der Bühne. Sportliches Glanzlicht auch die Kür von Michelle Scheffler auf dem Cyr-Wheel, einer Rhönradvariante mit nur einem Reifen. Alle halbe Stunde versuchte Hubert Pawlowski, unterstützt am Flügel von Romy Merkel, sein "Letztes Lied vor der Pause", darzubieten, wurde aber immer wieder im Ansatz unterbrochen, weil es noch nicht so weit war. Dafür entpuppte es sich, als dann wirklich die Pause nahte, als humorvolles Lied mit durchaus ernstem Hintergrund. Bevor es aber zu Speis und Trank und der Ausstellung der Ergebnisse der Kunstkurse ins Foyer ging, lieferten sich Louis Herr und Felix Wache einen Schlagzeug-Wettstreit zu dem Florian Pollakowsky schließlich einen eigenen Sound mixte.

Was wäre eine Theatergruppe ohne Romeo und Julia? Die drei Darsteller von "WirrWarr" hatten eine lakonisch-satirische Ballade daraus gemacht und damit die Lacher auf ihrer Seite. Furios die Performance "Stick To the Status Quo" mit poppiger Musik und Tanz. Apropos Tanz: Wie Leonie Franz, Anne Hochmuth, Emilie Pilz, Mara Sahr, Mindy Sahr und Samira Wojtech vom Tanztheater Strausberg das klassische Ballett selbstironisch auf die Schippe nahmen, war eine Augenweide.

Besinnlich-musikalisch interpretierten Niklas Krüger und Muriel Mauntz "LaLaLand" und Lovina Heinecke, Hanna Hildebrandt und Leon Menning ihr "Go Solo". Nachdem Kurt Cobains "Smells Like Teen Spirit" den Saal rockte, band Chorleiterin Claudia Jost die Rockmusiker und den Chor mit dem populären "Get Around" der Beach Boys und allen Mitwirkenden zum Finale ein. Marieta Gruber: "Das war der kulturelle Höhepunkt des Schuljahres."

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