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Neubau
Windfirma plant elf Anlagen

Lageplan: Das rot umrandete Areal weist das potentielle Gebiet für den Windpark aus. Er wird vom Spreeauer Dreieck im Südwesten und vom Oder-Spree-Kanal im Norden begrenzt.
Lageplan: Das rot umrandete Areal weist das potentielle Gebiet für den Windpark aus. Er wird vom Spreeauer Dreieck im Südwesten und vom Oder-Spree-Kanal im Norden begrenzt. © Foto: Jörn Sandner
Anke Beißer / 20.02.2018, 06:30 Uhr
Hartmannsdorf (MOZ) Die Pläne für einen Windpark nordöstlich des Spreeauer Dreiecks werden eifrig vorangetrieben. Die Firma Abo Wind plant bis zu elf Anlagen, deren Ertrag 35000 Haushalte versorgen könnte. Derzeit laufen die Gespräche mit allen Entscheidungsträgern.

„Uns ist es wichtig, Gesicht zu zeigen, über das Projekt frühzeitig basisnah aufzuklären“, erklärt Zacharias Hahn, Projektleiter bei der Abo Wind AG. Das Unternehmen hat schon die zehn Anlagen auf der gegenüberliegenden Seite der A10, in Uckley-Nord errichtet, die 2016 ans Netz gegangen sind. Jetzt gehe es darum, das Vorhaben den Behörden und Verbänden vorzustellen, mit Bürgern der Umgebung ins Gespräch zu kommen, auch wenn es noch Zukunftsmusik ist. Laut Hahn geht es um Akzeptanz und lokale Kompetenz, um Konflikte und Vorbehalte aus dem Weg zu schaffen. Unterstützt wird Abo Wind dabei von der Firma re:member, die sich mit Akzeptanzmenagement und Dialoggestaltung befasst. Und so ist Hahn derzeit mit René Zimmer in der Region unterwegs, um die Ziele und deren mögliche Umsetzung vorzustellen, die Bürgerinformation und -beteiligung anzuschieben. „Wir wollen alles so transparent wie möglich gestalten, um Interessierte auf den neuesten Stand zu bringen“, sagt Hahn. Von Vorteil ist dabei, dass der Windpark „Uckley-Nord“ wie prognostiziert läuft, nicht nur auf dem Papier existiert, sondern als Bestandspark angeschaut werden kann.

Zum aktuellen Stand: Im Entwurf des neuen Regionalplanes Oderland Spree ist die 423 Hektar große Fläche – ein forstwirtschaftlich genutztes Areal – nach umfassender Prüfung als „geplantes Windeignungsgebiet“ dargestellt, womit letztlich der planungsrechtliche Rahmen vorgegeben wird. Das Papier ist nicht beschlossen, jedoch sei in diesem Jahr damit zu rechnen, so Hahn. Danach erst kann Abo Wind die Genehmigung beantragen, will bis dahin aber vorbereitet sein und aussagekräftige, mit den benötigten Gutachten untersetzte Pläne haben.

Das Gebiet wird begrenzt von der A10 im Westen, der A12 im Süden, dem Sand- und Kiesabbaugebiet im Osten und dem Oder-Spree-Kanal im Norden. Der Bund hat es langfristig an Abo Wind verpachtet. Das Projekt „Spreeau“ soll an „Uckley-Nord“ angepasst sein. „Wir werden zum Beispiel versuchen, die Befeuerung, also das rote Signallicht, aufeinander abzustimmen“, erläutert Hahn. Im günstigsten Fall werde die Genehmigung 2020 vorliegen. „Das Verfahren gleicht dem für einen Industriebetrieb.“ Nach heutiger Gesetzeslage könne sich Abo Wind erst dann an einer Ausschreibung beteiligen, um Windstrom ins Netz einspeisen zu dürfen. Gibt es auch hier das Okay, muss etwa mit einem Jahr Bauzeit gerechnet werden.

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