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In Briesener Oberschule stehen Schüler am Herd / Arbeitsgemeinschaft Kochen ist bei Jungen und Mädchen beliebt

Kochen
Küchenschlacht mit Eierkuchen

Frisch zubereitet: Lehrerin Anke Fröhlich und Achtklässlerin Lara Rubbert sind mit den selbst gemachten Eierkuchen, die in der neuen Schülerküche der Oberschule Briesen gebraten wurden, zufrieden.
Frisch zubereitet: Lehrerin Anke Fröhlich und Achtklässlerin Lara Rubbert sind mit den selbst gemachten Eierkuchen, die in der neuen Schülerküche der Oberschule Briesen gebraten wurden, zufrieden. © Foto: MOZ/Bettina Winkler
Bettina Winkler / 21.02.2018, 20:35 Uhr
(MOZ) Über eine moderne Küche mit zahlreichen Gerätschaften zum Backen, Braten und Kochen können sich Schüler und Lehrer der Briesener Oberschule freuen. Im Januar wurde die modernisierte Schülerküche in Betrieb genommen. Als Freizeitangebot ist die Arbeitsgemeinschaft „Küchenschlacht“ bei den Jungen und Mädchen besonders beliebt.

Mit Apfelmus, Schokoaufstrich oder Zucker – Eierkuchen werden von Kindern besonders geliebt und sind für Kochneulinge leicht zuzubereiten. Die Zutaten – Mehl, Milch, Eier und eine Prise Salz – stehen schnell bereit.

Mit einem elektrischen Handrührgerät verarbeitet Paulus Hoffmann aus Pillgram die Zutaten zu einem Teig. „Hat die Masse die richtige Konsistenz?“, fragt der 15-Jährige in die Runde. „Wenn der Teig leichte Blasen wirft, ist er okay“, erläutert fachmännisch Jasmin Winkler (14) aus Berkenbrück. 15 Minuten sollte die fertige Masse im Kühlschrank „ruhen“. Zeit, den Tisch für das spätere gemeinsame Essen zu decken. Leonie Marschall (14, aus Neu Madlitz) und Angelique Schulz (15, aus Alt Madlitz) heizen derweil die Herdplatten an. „Für gutes Gelingen der Eierkuchen sollte die heiße Pfanne von der Kochstelle genommen, durch geschicktes Schwenken Butter oder Öl gleichmäßig verteilt werden“, erklärt Leonie Marschall und gibt mit einem großen Schöpflöffel den Teig in die Pfanne. Ist die eine Seite goldgelb und löst sich vom Boden, kann der Eierkuchen gedreht werden.  „Dazu benötigt man etwas Geschick“, sagt Angelique Schulz.  Nach zwanzig Minuten stapeln sich die goldgelben Resultate, die einen appetitlichen Duft verströmen, auf dem Teller.  Die Akteure wechseln vom Herd an den Tisch und verputzen die Eierkuchen gemeinsam.

Die Nachwuchsköche der Arbeitsgemeinschaft „Küchenschlacht“ braten, backen und kochen zwei Tage in der Woche. Dienstags stehen die Siebt-und Achtklässler am Herd, mittwochs sind die Größeren dran. Nudelgerichte mit verschiedenen Soßen und Geschnetzeltes mit Reis sind bei den Kindern die Renner. Aber auch Kuchen, Muffins und Plätzchen werden gern zubereitet. „Die alten Backöfen funktionierten nicht richtig. Da kamen auch schon mal Kohle-Plätzchen heraus“, sagt Lehrerin Anke Fröhlich, die seit vier Jahren, die bei Schülern beliebte Arbeitsgemeinschaft „Küchenschlacht“ leitet. Um so mehr freuen sich die Nachwuchsköche über die neue Schülerküche, die sich in schwarz-weißen Hochglanzfronten mit Cerankochfeldern, Spülmaschinen, hochgestellten Backöfen und Gefrierkombinationen seit  Anfang des Jahres im kleinen Nebengebäude der Oberschule Briesen präsentiert.

15 000 Euro hat das FAW (Fürstenwalder Aus- und Weiterbildungszentrum) als Schulträger in die Modernisierung investiert. Neben den Möbeln waren auch umfangreiche Installationsarbeiten nötig. „Wir freuen uns sehr. Alles ist schön und supermodern geworden“, sagt Lehrerin Anke Fröhlich. Aber auch für den WAT-Unterricht wird die Küche rege genutzt. Jeder Schüler sollte am Herd stehen und Koch-Grundlagen lernen – so das Anliegen der Pädagogen. „In unserer Ganztagsschule wird viel Wert auf Berufsorientierung gelegt“, erläutert Anke Fröhlich, die auch Lehrerin für Biologie, Geografie und das Fach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde ist.

Ein weiteres Angebot  für die Oberschüler ist zum Beispiel auch die Holzbearbeitung.   Dabei entstandene Sitzgelegenheiten auf dem Schulhof werden regelmäßig gestrichen. Die Streuobstwiese mit alten Sorten wird in Schuss gehalten und die Kräuterhochbeete bepflanzt und gepflegt.

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