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Gerät seit Oktober in der Werkstatt

Beschwerde
Irmschers müssen mit der Hand spülen

Margrit Meier / 23.02.2018, 07:30 Uhr
Birkenstein (MOZ) Als Ingrid und Volker Irmscher am 9. Februar ihre MOZ lasen, dachten sie, sie erlebten ein Déjà-vu. Unter der Überschrift "Wenn der Kühlschrank wärmt", erfuhren sie, dass auch Hans-Georg Krause aus Strausberg ein Problem mit der Haushaltsgeräte-Firma Baron hat. Krause hat seinen Kühlschrank reparieren lassen, doch das Gerät heizt, anstatt seinen Dienst zu tun.

"Wir finden, dass die Leute vor diesem Unternehmen gewarnt werden müssen", sagte Ingrid Irmscher. Bei den Irmschers gab der Geschirrspüler im Oktober 2017 den Geist auf. Bereits drei Jahre zuvor hatte das Paar das Gerät durch die Firma Baron reparieren lassen. Damals war die Elektronik kaputt. "Wir haben 450 Euro bezahlt. Das war ganz schön happig, aber, wir haben uns getröstet, dass wir ja nun drei Jahre Garantie und quasi fast ein neues Gerät hätten. Und gezahlt", erzählt die 77-Jährige.

Kurz vor Ablauf der Garantiezeit, im Oktober 2017, sagte der Geschirrspüler keinen Mucks mehr. Die Familie griff zum Telefon. Der Monteur der Firma Baron kam, befand nach kurzem Blick, berichtet Volker Irmscher, dass es kein Elektronikschaden sei und deshalb auch die Garantie nicht greife. Rund 400 Euro Reparaturkosten veranschlagte der Fachmann für eine neue Umwälzpumpe. Volker Irmscher zahlte 100 Euro an, der Monteur nahm den Geschirrspüler mit. Seitdem spült das Paar mit der Hand. "Wir haben bis Mitte Dezember jede Woche bei der Firma angerufen. Zunächst hieß es, dass das Ersatzteil noch nicht eingetroffen sei, später wurde erzählt, dass sich das Gerät im Probelauf befinde. Über Wochen!", erzählt die Rentnerin. Im Dezember platzte ihr der Kragen. Irmschers beauftragten einen Rechtsanwalt, sich um die Herausgabe des Gerätes zu kümmern. Von der Firma, sagt Ingrid Irmscher, gab es keine Reaktion. Auch nicht vier Wochen später, im Januar 2018, als der Anwalt nun der Firma mitteilte, sie könne das Gerät behalten, solle aber die 100 Euro Anzahlung herausrücken.

Alexander König, Abteilungsleiter in der Firma Baron, weiß sofort, um welches Problem es sich handelt, als die MOZ anruft. "Es hat eine Weile gedauert, bis die Pumpe bei uns eintraf. Wir haben sie eingebaut, das Gerät war im Probelauf und funktioniert. Es stimmt nicht, dass der Probelauf mehrere Woche gedauert hat. Wir warten auf einen Anruf der Familie, wann das Gerät übergeben werden kann", sagt er. Die 100 Euro herauszugeben, ginge nicht, da die Reparatur und das Ersatzteil diese Summe weit überschreiten. "Ach, und der Kühlschrank von Herrn Krause, der läuft super. Und kühlt", fügt er an.

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