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Comedy
Enrico weckt Gelüste

Wuchtbrumme: Hans Werner Olm präsentierte sich erstmals als Luise Koschinsky in der Kulturfabrik. Er erzählte Geschichten, sang, spielte Gitarre und las aus „Ein Pullover voll Frau“ vor.
Wuchtbrumme: Hans Werner Olm präsentierte sich erstmals als Luise Koschinsky in der Kulturfabrik. Er erzählte Geschichten, sang, spielte Gitarre und las aus „Ein Pullover voll Frau“ vor. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 26.02.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 26.02.2018, 17:05
Fürstenwalde Attacke auf alles, ohne ins Grübeln zu kommen. Das bot Hans Werner Olm als Luise Koschinsky am Freitagabend in der Kulturfabrik.

Bis auf den letzten Platz gefüllt ist der Musikkeller. Die Bühne ist mit einem Podest erhöht – damit der Ledersessel und die Stehlampe gut zu sehen sind. Luise Koschinsky kommt in Latschen, weißen Socken, Karorock, rosa Pullover mit riesigen Brüsten und blonder Perücke. Hans Werner Olm hüpft in seiner Rolle der Wuchtbrumme aus Meppen über die Bühne, singt „Weil ich ein Mädchen bin“, und lässt sich über gescheiterte Vorsätze des neuen Jahres aus. Extra schick habe er sich für Fürstenwalde gemacht, gern sei er wieder hier.

Ungelenk klettert Luise Koschinsky auf den Sessel – natürlich auch, um „ganz zufällig“ die Schlüpfer („Die hat meine Oma noch getragen“) vorblitzen zu lassen. Nach einem Schluck Tee geht’s los mit der Lesung aus dem 2014 erschienenen Buch „Ein Pullover voll Frau“. Erstes Thema ist der Club-Urlaub in Bulgarien mit Animateur Enrico, der ihre sexuellen Gefühle weckte. Dazu singt Koschinsky „Zeig die Mamba nur mir“ und bietet auch sonst in den zwei Stunden viele derbe, zotige Geschichten und Lieder. Gelästert wird über das Fernsehprogramm, Zahnweh, Marathon-Läufe, Sex im Alter und selbst den Tod. Die Besucher lachen Tränen, applaudieren rege und nehmen am Ende gern Bücher und Autogramme mit.

„Ich habe schon zwei Wochen vorher immer gelacht, wenn ich an Luise dachte“, sagt Isabelle Hardt aus Berlin. Sie fand den Auftritt toll. Indes ließ sich Ingo Fischer einen großen Schlüpfer signieren. „Den hab ich vor 15 Jahren beim Auftritt in Berlin von ihr bekommen“, erinnert sich der Fürstenwalder. Viele Besucher wünschen sich, dass die Koschinsky bald wiederkommt. „Das machen wir“, verspricht Kufa-Chef Klaus-Peter Oehler.

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