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Autotest VW Polo

Ziemlich erwachsen: VW Polo
Ziemlich erwachsen: VW Polo © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 26.02.2018, 14:20 Uhr - Aktualisiert 26.02.2018, 15:18
Berlin (MOZ) Die Schlagzeilen zum Diesel-Skandal haben zwar den Diesel-Absatz generell spürbar reduziert, VW aber als Marke verkauft weltweit so viele Autos wie noch nie. In Deutschland sieht das etwas anders aus, da ging es 2017 um 3,3 Prozent abwärts, während der Gesamtmarkt um 2,7 Prozent zulegte. Im Januar allerdings gewann Volkswagen in Deutschland 9,7 Prozent, während der Durchschnitt über alle Marken 11,6 Prozent betrug.

Motor

Neben fünf Benzinern und zwei Dieseln bietet VW auch eine Erdgasvariante an. Alles in allem ergibt das eine Leistungspalette von 65 PS bis 200 PS. Der von uns gefahrene Ein-Liter-Benziner mit drei Zylindern und 115 PS sowie 200 Newtonmetern maximalem Drehmoment macht seine Sache souverän. In 9,5 Sekunden geht es von 0 auf Tempo 100 und auf der Autobahn bis zu 200 km/h. Und das alles, für drei Zylinder wahrlich nicht selbstverständlich, bei kultiviertem Ton. Im Gegensatz zu den drei schwächeren Benzinern hat die 115-PS-Variante eine Sechs-Gang-Handschaltung, was der harmonischen Kraftentfaltung zusätzlich zugute kommt.

Karosserie/Ausstattung

Der Polo ist für Volkswagen ein Klassiker, auch wenn er in der öffentlichen Wahrnehmung nicht an die Bedeutung des Golf oder den Charme des Bulli heranreicht. Gestartet 1975 als Ableger des Audi 50, ist der Kleinwagen längst ein ureignes VW-Gewächs und von damals 3,51 Meter auf 4,05 Meter gewachsen. Und das ist für die heutige Zeit wahrlich eine perfekte Größe: In den Abmaßen klein genug für die Stadt und trotzdem mit mehr als ausreichend Platz für Insassen und Gepäck (351 Liter, 71 Liter mehr als beim direkten Vorgänger) ausgestattet. Dazu kommt die seit Jahren gewohnte quasi perfekte Materialanmutung und Verarbeitungsqualität. Ergänzt um die Möglichkeit, vielerlei Assistenzsysteme aus dem Konzernregal zu ordern. Ab Werk gibt es aber eher Schmalkost: In der Basis ist neben Fensterheber vorn, Tempomat und fernbedienbarer Zentralverriegelung eher wenig vorhanden.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk ist vergleichsweise komfortabel ausgelegt. Die Lenkung könnte etwas direkter sein.

Klein ist der Polo wirklich nicht mehr - sondern sehr erwachsen. Er passt in seinen Abmaßen perfekt in die Stadt und ist trotzdem langstreckentauglich.
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Wirtschaftlichkeit

Bei 12.975 Euro geht es los beim Polo (mit 65 PS). Deutlich empfehlenswerter ist es, 15.150 Euro auszugeben, weil man denn etwa auch Klima, Radio, Müdigkeitserkennung und beheizbare Außenspiegel an Bord hat. Mit 115-Benzin-PS sind es dann bereits 18.425 Euro. Der offizielle Verbrauch beträgt 4,7 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer (107 g/km CO2), anderthalb Liter mehr sollte man einkalkulieren.

Fazit

Klein ist der Polo wirklich nicht mehr - sondern sehr erwachsen. Er passt in seinen Abmaßen perfekt in die Stadt und ist trotzdem langstreckentauglich. Hajo Zenker

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