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Altranfter Traditionsverein organisiert vierte Auflage auf dem Bürger-Hof

Essen
Große Nachfrage beim Schlachtefest

Gute Vorbereitung ist alles: Ab 8 Uhr wurden am Sonnabend Brötchen für das Schlachtefest des Altranfter Traditionsvereins auf dem Hof von Bruno Bürger geschmiert.
Gute Vorbereitung ist alles: Ab 8 Uhr wurden am Sonnabend Brötchen für das Schlachtefest des Altranfter Traditionsvereins auf dem Hof von Bruno Bürger geschmiert. © Foto: MOZ/Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 26.02.2018, 21:30 Uhr
Altranft (MOZ) "Wir waren noch nicht ganz so weit, da standen schon die ersten Leute im Hof", blickte Bruno Bürger am Sonnabend zur Mittagszeit auf den erneut regen Andrang zum Start des Schlachtefests in Altranft zurück. Der Verkaufsstand vor dem vor mehreren Jahren anlässlich eines runden Geburtstags zum Partyraum umgebauten Stall war da bereits abgebaut.

"So gut, wie es heute gelaufen ist, werden wir beim nächsten Mal vielleicht wieder drei Schweine schlachten", meinte Bruno Bürger und fügte hinzu: "Das hatten wir schon im Vorjahr, aber da ist zu viel übrig geblieben. Das können wir uns als Verein einfach nicht leisten." Organisiert wird das Schlachtefest nämlich durch den Altranfter Traditionsverein, dessen zweiter Vorsitzender er ist. So seien diesmal nur zwei Schweine geschlachtet worden - 130 beziehungsweise 200 Kilogramm schwer. Schinken und Eisbeine habe man dazu gekauft.

Von Letzteren konnten Bruno Bürger und die zehn freiwilligen Helfer zum Mittagessen im einstigen und proppenvollen Kuh- und Schweinestall noch welche anbieten, auch Kohlrouladen und Grützwurst standen zur Wahl. Fritz Mechelke, der einen Reiterhof in Bad Freienwalde betreibt, hatte sich die Rouladen schmecken lassen. "Ich bin auf einem Bauernhof groß geworden, da haben wir im November und Februar auch selbst geschlachtet", begründete er sein Kommen. Doch nun rufe wieder die Arbeit. Und was nahm er in der kleinen Tüte mit? "Ein paar Abfälle für Lisa, meine Hündin."

Sonst war aber auch wirklich nicht mehr viel da. Als erstes sei die Blutwurst verkauft gewesen, sagte Bruno Bürger. Mit dem Wursten habe ein Dreierteam bereits in der Vorwoche begonnen. "Wir haben mit Bratwurst angefangen", erzählte er. Am Donnerstag seien noch Blut- und Leberwürste gemacht worden, Letztere danach noch in den Rauch gegangen. Deshalb seien diese ebenfalls sehr gefragt.

"Die ist alle", muss er zwischendurch auch auf die Frage nach Wurstsuppe antworten, die er kurz darauf gleich noch einmal gestellt bekommt. "Mehr als zwei Kellen dürften das nicht mehr sein", entgegnete der 65-Jährige. "Und Kartoffeln?", möchte seine Frau Marianne wissen. "Im Kessel." Doch ihre Reaktion macht deutlich: Der ist inzwischen ebenfalls leer. So wird dann Brot zum Essen gereicht. Zeit, um noch einmal Kartoffeln zu schälen und zu kochen, sei einfach nicht, weiß Bürger aus Erfahrung. Es ist das vierte Schlachtefest des Vereins und mehr als eins im Jahr werde es auch künftig nicht geben. "Der Aufwand ist ganz schön groß und wir haben ja noch andere Veranstaltungen und Feste im Dorf." Beim Termin für das Schlachtefest Ende Februar/Anfang März werde es aber bleiben. In diesem Jahr habe man es wegen des am nächsten Sonnabend geplanten Schlachtefests in Altreetz vorverlegt.

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