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Einrichtung erfreut sich gestiegener Beliebtheit / 216000Euro werden in Erweiterung investiert

Freizeit
Jugendclub steht kurz vor dem Umbau

Essen fassen: Nadine Haarbach, deren Tochter das Haus regelmäßig besucht, unterstützt Club-Chefin Birgit Mattke (schwarzes Oberteil) am Freitag beim Auffüllen der Lasagne.
Essen fassen: Nadine Haarbach, deren Tochter das Haus regelmäßig besucht, unterstützt Club-Chefin Birgit Mattke (schwarzes Oberteil) am Freitag beim Auffüllen der Lasagne. © Foto: MOZ/Marco Marschall
Marco Marschall / 27.02.2018, 06:15 Uhr
Joachimsthal (MOZ) Der Jugendclub in Joachimsthal steht hoch im Kurs. Da sei richtig was los, hatte Bürgermeister René Knaak-Reichstein während einer zurückliegenden Stadtverordnetenversammlung gelobt. Vor allem am Freitag. Und tatsächlich: 18 Kinder wuseln am letzten Tag der vergangenen Woche durchs Haus. Es wird gekocht. Diesmal gibt es Lasagne. Vorsichtig zieht Birgit Mattke das dampfende Blech aus dem Ofen.

Das gemeinsame Abendessen zum Wochenende hatte die Chefin des Hauses eingeführt, als sie die Betreuung des Clubs vor anderthalb Jahren übernahm. Die 53-jährige Lehrerin ist über den Internationalen Bund, den Träger der Kinder und Jugendarbeit im Amt Joachimsthal, beschäftigt. Zu 50 Prozent als Jugendkoordinatorin, die sich um das Administrative kümmert, zur anderen Hälfte als Jugendförderer. Die gestiegene Beliebtheit des Hauses wird auch ihrer Arbeit zugeschrieben. "Da steckt genug Herzblut drin und das merken die Kinder", sagt sie. Sie schätze jeden und knuddele auch jeden, der es zulässt.

Dienstag, Donnerstag und Freitag ist der Club geöffnet. Darüber hinaus gibt es Sonderaktionen, wie den Workshop im Shuffle-Dance am vergangenen Sonnabend. Im Durchschnitt 19Kinder und Jugendliche besuchten den Club 2017 an den Öffnungstagen. Das Gros ist zwischen sechs und zwölf Jahre alt. Danach wird es dünner, was Birgit Mattke darin begründet sieht, dass es in Joachimsthal abgesehen vom Freien Gymnasium keine weiterführende Schule mehr gibt. Zwei 13-Jährige sind am Freitag mit von der Partie. Thore geht in Angermünde zur Schule, Tommy aufs Freie Gymnasium. Später am Abend kommt noch ein 19-Jähriger hinzu.

Sie alle werden in wenigen Monaten mit einer Übergangslösung vorliebnehmen müssen. Denn das Haus der Generationen, in dem sich neben der Jugend auch die Senioren treffen, bekommt einen Anbau. In ihrer jüngsten Sitzung haben Joachimsthals Stadtverordnete Mittel aus dem Investitionsprogramm des Landkreises für das 216500Euro teure Bauprojekt beantragt. 91300Euro sollen vom Kreis, die übrigen 125200Euro vom Land kommen.

In erster Linie entsteht ein neuer Sanitärbereich. Im Zuge der Maßnahme sollen aber auch die alten Räume renoviert werden. Und es kommt eine neue Küche!

Bis alles fertig ist, muss Birgit Mattke auf Sparflamme kochen. Der Jugendclub, der momentan über drei Aufenthaltsräume verfügt, zieht während der Bauphase in einen größeren Raum des Nachbargebäudes. Wann genau steht noch nicht fest.

Öffnungszeiten: Di und Do 14 bis 19Uhr, Fr 14 bis 20Uhr

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