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Jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr öffnet die Bücherstube im Jamikower Gutshaus / Für jeden Geschmack ist etwas dabei

Bücher
Loriots Frühstücksei im Schrank

Da freut sich Heinz Profft: Auf der Suche nach etwas von Loriot wurde der Fan in der Jamikower Bücherstube fündig. Sie öffnet jeden Mittwoch für zwei Stunden.
Da freut sich Heinz Profft: Auf der Suche nach etwas von Loriot wurde der Fan in der Jamikower Bücherstube fündig. Sie öffnet jeden Mittwoch für zwei Stunden. © Foto: MOZ/Kerstin Unger
Kerstin Unger / 27.02.2018, 06:45 Uhr
Jamikow (MOZ) Im Jamikower Gutshaus gibt es seit Februar eine Bücherstube, die von den Einwohnern selbst bestückt wird. Jeden Mittwoch können Leseratten sich jetzt etwas zum Schmökern aussuchen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Mit der Bücherstube setzten die Dorfvereinsvorsitzende Annette Gutschke sowie ihre beiden Mitstreiterinnen Beate Eschler und Hanka Dülsen eine schon länger gehegte Idee um. Vor einigen Wochen wurde sie im Dorfverein wieder aufgegriffen und nun in die Tat umgesetzt. Ein riesengroßer antiker Schrank steht schon in dem Klubraum im Dorfgemeinschaftshaus. Dort fanden die ersten Bücher bereits Platz. Demnächst sollen noch Regale gebaut und aufgestellt werden, denn immer noch kommen Bücherspenden von Leuten aus dem Ort.

Die drei Frauen lieben Literatur. Sie betreuen die Bücherstube und wechseln sich dabei ab, damit jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr Leserwünsche erfüllt werden können. "Wir haben für jeden etwas dabei und können viele Bedürfnisse befriedigen. Es gibt viele Krimis, Historisches, aber auch populärwissenschaftliche Bücher. Wir richten auch eine Kinder- und Jugendecke ein", erzählt Beate Eschler. Selbst die pensionierte Deutsch- und Geschichtslehrerin Hanka Dülsen findet hier etwas für sich. Sie blickt zufrieden auf die kartonweise hergeschaffte Literatur,. Mit der Lesestube hat sie ihre neue Berufung gefunden.

Viele Bücher stammen aus Haushaltsauflösungen, aus einem Antiquariat oder auch aus der ehemaligen Schwedter Stadtbibliothek. "Als sie damals aufgelöst wurde, habe ich viele gekauft", erzählt Hanka Dülsen, die mehr als 37 Jahre Lehrerin in Schwedt war, zuerst an der Käthe-Duncker- und dann an der Dreiklang-Schule. Auch Jamikower haben ihre Schränke aufgeräumt und Platz für Nachschub geschaffen. Jetzt freuen sich andere über Bücher, die sie noch nicht gelesen haben. Rund 400 Stück sind bereits im Bestand. "Man kann sie mitnehmen, behalten oder wiederbringen und kann auch jederzeit eigene mitbringen, wie bei einer Tauschbörse", erklärt Hanka Dülsen. Wenn Bücher keinen Schutzumschlag mehr haben und damit der Klappentext fehlt, forschen die Frauen im Internet, um eine Inhaltsangabe zu erstellen.

Hier findet man noch "Käutzchenkuhle", ein beliebtes Kinderbuch aus DDR-Zeiten, aber auch die Bestseller-Krimis von Andreas Franz oder Kochbücher. Selbst Heinz Profft, der Loriot-Fan, wurde hier fündig. Ein Griff und Hanka Dülsen hatte "Das Frühstücksei" parat.

Den Frauen schwebt vor, ab und zu einmal eine Lesung zu machen, bei der besondere Bücher vorgestellt werden, Gäste aber auch eigene Beiträge mitbringen können. Das wird sich alles finden, meinen sie. Hanka Dülsen weiß schon, womit sie anfangen würde: "Mit ,Die beste Ehefrau von allen' von Ephraim Kishon. Da lagen meine Schüler früher schon vor Lachen lang."

Am 10. März, bei der Frauentagsfeier, soll ordentlich Werbung für das neue Angebot im Gutshaus gemacht werden.

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