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Joachimsthaler Discounter eröffnet nach Umbau / Neues Marktkonzept

Umbau
Netto macht sich schöner

Tür zu: Eine Kundin steht am Dienstag in Joachimsthal vor verschlossener Tür. Drinnen wird emsig gewerkelt.
Tür zu: Eine Kundin steht am Dienstag in Joachimsthal vor verschlossener Tür. Drinnen wird emsig gewerkelt. © Foto: MOZ/Marco Marschall
Susan Hasse / 27.02.2018, 22:30 Uhr
Joachimsthal (MOZ) Der Discounter Netto in Joachimsthal hat nach fast einwöchiger Bauzeit den Markt in der Angermünder Straße wiedereröffnet. Mit komplett neuer Ladeneinrichtung will der Händler Kunden in den Laden locken.

Der rote Netto gehört zur Edeka-Gruppe und ist unter den Discountern in Deutschland auf Platz drei. Nur Marktführer Aldi und Lidl machen mehr Umsatz mit Milch, Fleisch und Gemüse. Allerdings hat Netto mit 4170 Märkten das größte Filialnetz, aber im Durchschnitt viel kleinere Verkaufsflächen. Das wirkt sich auf den Umsatz aus: Während ein durchschnittlicher Lidl-Markt rund 5 Millionen jährlich einnimmt, hat ein Netto-Markt nur drei Millionen Euro.

In den vergangenen Jahren konnten die sogenannten Vollsortimenter, allen voran Edeka und Rewe, Marktanteile zurückgewinnen. Das haben die Discounter, die auf weniger Produktauswahl, aber auf günstige Preise setzen, zum Anlass genommen, kräftig in ihre Filialen zu investieren. Kunden wünschen sich heutzutage größere Sortimente, mehr Frische und eine großzügige Präsentation der Waren. Zugestellte, dunkle Gänge und unübersichtliche Regale überzeugen kaum noch. Vorreiter Aldi und Lidl investieren seit einiger Zeit Milliarden, um ihre Filialen aufzuwerten. Auch Netto steht unter Druck, als Nummer drei im Markt künftig mithalten zu können: Zeitgemäßere Farben, Piktogramme zur besseren Orientierung, breitere Gänge und mehr Licht sind die Eckpunkte des neuen Konzeptes. So auch in Joachimsthal: Mit neuen Regalen und einer neuen Weintheke, bei der Rebensaft nicht mehr in Kartons steht, erscheint der Markt moderner. Auch die Obst- und Gemüsetheke ist übersichtlicher. Das neue Farbkonzept setzt auf weniger Farbe und wirkt zurückhaltender. Übersichtliche Schilder in den Gängen sollen durch das 4000-Artikel umfassende Sortiment leiten. Joachimsthal ist mit 775 Quadratmetern eine sehr kleine Filiale, die meisten Discounter kommen auf über 1000. Im Barnim hat Netto bereits drei Filialen, so etwa in Finowfurt, auf das neue Konzept umgestellt. Die anderen sollen nach Angaben des Unternehmens aus Maxhütte, Bayern, bald folgen.

Ob der Händler mit dem neuen Konzept bei den Kunden punkten kann, wird sich zeigen. Wenn alle Discounter schöner sind, bleibt es bei der Qual der Wahl.

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