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Die sorbische Sprache ist ein wichtiger Bestandteil für den Erhalt und die Pflege der Kultur der Minderheit mit slawischen Wurzeln.

Bildung
Sorbisch-Schülerzahl auf konstantem Niveau

Schüler in einem Klassenraum
Schüler in einem Klassenraum © Foto: dpa
dpa / 28.02.2018, 06:57 Uhr
Cottbus Das Interesse am Sorbisch-Schulunterricht in Brandenburg ist auf stabilem Niveau. Aktuell lernen rund 1160 Schüler an 20 Schulen Sorbisch, wie das Staatliche Schulamt Cottbus am Dienstag in der Sitzung des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden mitteilte. Im vergangenen Schuljahr 2016/17 seien es 1114 gewesen. Seit Jahren sei die Schülerzahl stabil. Die Daten beziehen sich auf die Primarstufe, also die Klassen 1 bis 6. Daten für die höheren Klassenstufen lagen zunächst nicht vor.

Die Schulen mit Sorbisch-Unterricht liegen im Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden in Südbrandenburg. Die Zahl der Sorben und Wenden, die in der Niederlausitz leben, wird auf 20 000 geschätzt. In der sächsischen Oberlausitz sind es der Schätzung zufolge doppelt so viele.

In den Regionen in Brandenburg und Sachsen, die zum Siedlungsgebiet zählen, gilt die Zweisprachigkeit. Ortsschilder sind zum Beispiel auf Deutsch und Sorbisch, genauso wie Straßenschilder. Es gibt zweisprachige Kitas und Schulen. Das Volk der Sorben und Wenden mit slawischen Wurzeln siedelt seit ungefähr 1500 Jahren in der Lausitz und heute nur noch dort.

In der Diskussion ist derzeit auch die Idee, Kitas mit Sorbisch-Angeboten personell besser auszustatten, wie es vom Koordinator des Sorbischen/Wendischen Aktionsnetzwerkes, Meto Nowak, hieß. Anfang April soll - so der Plan - dem Bildungsministerium in Potsdam ein entsprechender Diskussionsvorschlag vorgelegt werden. Die Idee ist, dass die Förderung vom Land und den betroffenen Landkreisen getragen wird.

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