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Vertreter aus Politik und Verwaltung beim Spatenstich zur Sanierung der L 29 zwischen Liepe und Oderberg

Straßenbau
Ein Jahr und vier Millionen Euro

Schippen für den Startschuss: Amtsdirektor Jörg Matthes (v. l.), Landtagsabgeordnete Britta Müller, Landrat Bodo Ihrke, Staatssekretärin Ines Jesse, Landtagsabgeordneter Daniel Kurth und Albrecht Klein vom Landesbetrieb zum Spaten.
Schippen für den Startschuss: Amtsdirektor Jörg Matthes (v. l.), Landtagsabgeordnete Britta Müller, Landrat Bodo Ihrke, Staatssekretärin Ines Jesse, Landtagsabgeordneter Daniel Kurth und Albrecht Klein vom Landesbetrieb zum Spaten. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Julia Lehmann / 01.03.2018, 06:00 Uhr
Oderberg/Liepe (MOZ) Vor mehr als einer Woche kam die Vollsperrung. Mit dem sehr symbolischen Spatenstich am Mittwoch ist die Baustelle an der L 29 zwischen Liepe und Oderberg offiziell in Betrieb genommen worden. Nach ersten Baumfällungen bleibt es witterungsbedingt aber noch ruhig.

Wahlkampf und ein vier Millionen Euro-Projekt: Diese Mischung hat Vertreter von Kommunal- und Landespolitik auch bei Temperaturen weit unter dem Nullpunkt am Mittwochmorgen zum Spatenstich in Oderberg erscheinen lassen. Mit dem symbolischen Akt ist der Startschuss für die Bauarbeiten an der Ortsdurchquerung zwischen Liepe und Oderberg (L 29) erfolgt. Seit über einer Woche schon ist die 551 Meter lange Strecke von Pimpinellenberg bis zur Pension Seeblick voll gesperrt. Zunächst waren Bäume gefällt worden. Bis zum Jahresende soll die Strecke grundhaft ausgebaut sein.

1550 Quadratmeter Spundwände und 2100 Meter Bohrpfähle sollen verarbeitet werden, die Straßenentwässerung wird komplett erneuert. In der zweiten Märzwoche wird aber zunächst mit der Umverlegung von Energie-, Gas- und Telekomleitungen auf die andere Fahrbahnseite begonnen. Sofern denn die Temperaturen auf ein baustellentaugliches Niveau klettern.

Gut 30 Menschen in mehr als 20 Fahrzeugen waren zur Pension Seeblick gekommen. Dort warteten ein extra antransportierter Sandhaufen sowie sechs Spaten auf die Anwesenden. Ines Jesse, Staatssekretärin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg, SPD-Landtagsabgeordnete Britta Müller, Landrat Bodo Ihrke (SPD), Jörg Matthes, Amtsdirektor für Britz-Chorin-Oderberg, SPD-Landtagsabgeordneter und Landratskandidat Daniel Kurth sowie Albrecht Klein, Vorstandsvorsitzender des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg, durften diese auch benutzen. Fürs Foto schippte die Riege ein wenig Sand von einem zum selben Ort. Damit dieser nicht erst festfror, hielten sich die Akteure in ihren Ansprachen kurz.

Ines Jesse freute es vor allem, dass so viele Anwohner gekommen waren. "Das spricht für einiges", so die Staatssekretärin. Das spricht vor allem dafür, dass für viele ein Umweg nötig wird, um von Oderberg nach Eberswalde zu kommen oder umgekehrt. Jesse bat um Verständnis. Seit 2015 ist die Straße nur noch halbseitig befahrbar, für Lkw ist sie gesperrt. Der angrenzende Hang und Grundwasser lassen sie immer weiter rutschen. Es gehe darum, die notwendige Tragfähigkeit wiederherzustellen, aber auch die touristische Erreichbarkeit Oderbergs zu garantieren.

Man stärke eine wichtige Lebensader des ländlichen Raums, sagte Daniel Kurth. Am schwierigsten sei es, den Schulweg weiter zu ermöglichen. Die Barnimer Busgesellschaft (BBG) hat für den Bauzeitraum einen veränderten Fahrplan und ein zusätzliches Fahrzeug bereitgestellt. Jörg Matthes appellierte an die ausführende Firma, "die Termintreue zu achten".

Albrecht Klein als Chef des Landesbetriebs durfte aber noch weit mehr Gäste begrüßen. Etwa Vertreter des Ingenieurbüros Setzpfandt, der Strabag als ausführender Baufirma, der BBG, der Polizeiinspektion Barnim und Anwohner. Ein Interesse, das wohl möglich mit der hohen Investitionssumme von geplanten vier Millionen Euro und der enormen Beeinträchtigung für Anwohner erklärt werden kann. Das Geld stammt aus dem Investitionsförderprogramm des Landes zur Stärkung der Infrastruktur, das auf 100 Millionen festgesetzt ist. Im Barnim profitieren davon außerdem die Ortsdurchfahrten in Schönow, Chorin und Klosterfelde.

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