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Anwohner fürchten "rasende" Eltern und Sportlärm / Planer versprechen Vorteile für Vereinsarbeit

Sanierung
Was Ahrensfelde vom Sportplatz haben könnte

Sara Friedrich / 02.03.2018, 06:30 Uhr
Ahrensfelde (MOZ) Der Sportplatzder Gemeinde soll saniert werden. Der Vorentwurf für den Bebauungsplan steht bereits. Die unmittelbaren Anwohner sorgen sich nach wie vor. Sowohl der Sportlärm als auch der Verkehr rund um das Sportplatzareal könnten drastisch zunehmen. Letzteres vor allem, weil Eltern ihre Kinder mit dem Auto in hohem Tempo zu Trainings- und Spieleinheiten bringen und auch wieder abholen. Deshalb plädieren die Bürger für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf zehn Kilometer pro Stunde.

Der Platz soll saniert werden, weil er sich als zentrale Sportanlage in einem desolaten Zustand befindet, wie Ortsvorsteher Klaus Joachim auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung zum Ausdruck brachte. Zudem reicht das Areal in seiner jetzigen Ausstattung nicht für den Bedarf der Gemeinde aus. Dies betrifft, aus Sicht der Planer, insbesondere die Kinderbetreuung im Vereinssport. Hier übersteige die Nachfrage das Angebot um ein vielfaches. Alternative Plätze stehen nicht zur Verfügung. Schon deshalb sei ein drittes Spielfeld für den Ballsport dringend erforderlich. Dem 110-jährigen Traditionssportverein SV 1908 "Grün-Weiss" Ahrensfelde kommt darüber hinaus mit seinen über 400 Mitgliedern und sechs Abteilungen eine zentrale Bedeutung für den Breitensport zu.

Weil der Sportplatz an Wohngebiete grenzt, werden eventuell notwendige Lärmschutzmaßnahmen momentan ermittelt. Der neue Platz wurde in den Plänen extra so ausgerichtet, dass ein größtmöglicher Abstand zur angrenzenden Wohnbebauung entsteht. Vom Neubau versprechen sich die Planer bessere Bedingungen für die Vereinsarbeit. Gerade für die Kinder- und Jugendbetreuung sollen größere Zeitfenster und mehr Platz entstehen.

Ortsbeiratsmitglied Helmut Pöltelt appellierte an die beteiligten Verantwortlichen, auch die Wechselbeziehungen zum benachbarten Bauprojekt "Altersgerechtes Wohnen" im Blick zu behalten. Man könne den Sportplatzumbau keinesfalls losgelöst davon betrachten.

Aus Sicht des Naturschutzes entstehen den Plänen zu folge keine Beeinträchtigungen. Die auf dem nördlichen Gebiet des Platzes beheimatete Zauneidechse kann sowohl auf dem Areal weiterleben, als auch in nahe Lebensräume wechseln.

Ein größerer Sportplatz passt auch zum regionalen Entwicklungsziel der Gemeinde. Demnach will sie mittelfristig auf 15 000 Einwohner anwachsen.

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