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Landesumweltamt
Erster Antrag auf Wolfsabschuss abgelehnt

Sachsen-Anhalt, Thale: Ein Wolf steht im Tierpark Hexentanzplatz in seinem Gehege. Symbolbild
Sachsen-Anhalt, Thale: Ein Wolf steht im Tierpark Hexentanzplatz in seinem Gehege. Symbolbild © Foto: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert
Ulrich Thiessen, Mathias Hausding / 06.03.2018, 10:37 Uhr - Aktualisiert 06.03.2018, 11:38
Potsdam (MOZ) Der erste Antrag auf Abschuss von Wölfen nach der neuen Wolfsverordnung des Landes ist abgelehnt worden.

Das Landesumweltamt hat den Antrag auf Abschuss eines Wolfsrudels in Potsdam-Mittelmark abgelehnt. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, erfülle die von einem Rinderhalter geäußerte Bitte um Entnahme nicht die Anforderungen der seit Februar geltenden Brandenburgischen Wolfsverordnung.

 

Die erste Wolfsverordnung überhaupt in Deutschland regele den Umgang mit „problemauffälligen“ Wölfen. Nach den engen Vorgaben des Naturschutzrechts können Eingriffe im Einzelfall erfolgen. In einem Schreiben eines Landwirts aus der Nähe von Beelitz wurde jetzt die Entnahme des Dobbrikower Rudels gefordert.

 

Laut Umweltamt sind die Voraussetzungen für das Töten oder Fangen der Wölfe jedoch nicht gegeben. Zwei frühere Wolfsrisse aus dem März und Oktober 2017 könnten demnach nicht herangezogen werden. „Vor allem gab es zu diesem Zeitpunkt  auf den Weiden noch keinen wolfssicheren Zaun, wie er in der Verordnung als Kriterium beschrieben ist“, erklärt das Amt. „Erst wenn Wölfe mehrfach als wolfssicher anerkannte Zäune überwinden, kann die sogenannte Entnahme geprüft werden.“

 

Das Landesamt habe dem Landwirt für die beiden früheren Risse einen Ausgleich für den Verlust von Weidetieren zugesprochen, hieß es weiter. Außerdem habe man Ende 2017 die Errichtung eines als wolfssicher anerkannten Zauns mit Fördermitteln unterstützt.

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