Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Alle Mitarbeiter am Standort dürfen bleiben / Umstrukturierungen nötig

Maschinenbau
Interlit übernimmt Bosch Joachimsthal

Unter neuer Flagge: Das Maschinenbauunternehmen Interlit hat den Standort in Joachimsthal übernommen.
Unter neuer Flagge: Das Maschinenbauunternehmen Interlit hat den Standort in Joachimsthal übernommen. © Foto: Marco Marschall
Susan Hasse / 07.03.2018, 06:30 Uhr
Joachimsthal (MOZ) Das Maschinenbauunternehmen Interlit hat das Werk von Bosch-Rexroth in Joachimsthal übernommen. In der vergangenen Woche wurde der Verkauf abgeschlossen und das neue Schild montiert.

Die Übernahme durch den Schweriner Maschinenbaukonzern Hydraulic Nord wurde im Januar bekannt. Bekannt war auch, das Bosch Rexroth sich von dem nicht mehr wirtschaftlich zu betreibenen Werk in Joachimsthal trennen wollte. Nach mehreren Monaten wurde schließlich ein Käufer gefunden. Hydraulik Nord ist ein auf Hydrauliktechnologie spezialisiertes mittelständisches Unternehmen aus dem Nordosten.

Dem Vernehmen nach wird derzeit geprüft, wie der Standort Joachimsthal in das Portfolio passt und welche Produkte und Dienstleistungen künftig beigesteuert werden können. Offiziell tritt als Käufer Caleh Industries auf, eine Schwester von Hydraulic Nord ist. Das bringt arbeits- und steuerrechtliche Vorteile mit sich. Gelingt es nämlich nicht, das Werk auf Vordermann zu bringen, fällt dies nicht dem Mutterkonzern auf die Füße.

Das Joachimsthaler Werk firmiert künftig unter Interlit Filtration GmbH. Die 59 Beschäftigten in der Schorfheidestadt und die rund zehn dazugehörenden Vertriebsmitarbeiter in Köln sind erleichtert, heißt es. Die vergangenen Monate wurden als Hängepartie wahrgenommen. Es wurde nicht mehr in den Standort investiert, Entscheidungen aufgeschoben. Man hofft nun mit Hydraulik Nord einen guten Eigner gefunden zu haben, der in die Zukunft investiert. Auch die Gewerkschaft IG Metall schaut nach vorn. Nun müsse das Werk in sicheres Fahrwasser gebracht werden, meint etwa Peter Ernsdorf. Das Werk Joachimsthal ist als eines der wenigen im Barnim tarifgebunden und wird dies auch künftig bleiben. Nun wolle man sich schon bald mit der Geschäftsführung über die Perspektiven der Mitarbeiter unterhalten, heißt es weiter.Einige gute Leute hätten das Unternehmen jüngst verlassen. Deswegen müsse dem neuen Eigner daran gelegen sein, ein gutes Arbeitsklima herzustellen, um das Abwandern der gut ausgebildeten Fachkräfte zu verhindern.

Fakt ist, dass Hydraulik Nord das Werk neu strukturieren und interne Prozesse verändern muss, um schwarze Zahlen zu schreiben. Das Werk muss sich am Markt behaupten und mit guten Produkten punkten.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG