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Von verhakten Schwänen und Übungen am Flugplatz / Feuerwehr Obersdorf/Münchehofe rechnet ab

Feuerwehr
Unverzichtbar und universell

Einsatzbereit: Die Freiwillige Feuerwehr Obersdorf/Münchehofe hat mit ihrer Technik diverse Einsätze realisiert.
Einsatzbereit: Die Freiwillige Feuerwehr Obersdorf/Münchehofe hat mit ihrer Technik diverse Einsätze realisiert. © Foto: Stephan Kohring
Gabriele Rataj / 10.03.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 11.03.2018, 15:15
Obersdorf (MOZ) Vor gut einem Jahr waren es zwei Schwäne, die von den Obersdorf/Münchehofer Feuerwehrleuten aus einer misslichen Lage befreit wurden. Beim Revierkampf hatten sie sich irgendwie verhakt und konnten sich nicht mehr selbst voneinander lösen. Bürgermeisterin Uta Barkusky und Stadtwehrführer Carsten Greim hatten die Obersdorfer Wehr alarmiert, da diese als einzige über ein Schlauchboot verfügt. So konnten die Vögel eingefangen und befreit werden.

Denn das Einsatzfeld der Freiwilligen Feuerwehr Obersdorf/Münchehofe ist breit. Das hat die Jahreshauptversammlung, zu der Ortswehrführer Udo Lau kürzlich das Vorjahr Revue passieren ließ, vor Augen geführt. Es zeigte, warum die Kameraden Übungen auf dem Flugplatz Eggersdorf durchführen und sauer sind, wenn nachts einfach mal aus Mutwillen eine Brandmeldeanlage eingeschlagen wird.

Da ist beispielsweise die Ölspur, die sich im März durch die Ortslage zog, und wenige Tage später eine ganze Baumkrone, die kurz vor Obersdorf von der Straße geräumt werden musste. Da gab es im April brennende Reifen in Müncheberg zu löschen oder auch mal als Tragehilfe für den Rettungsdienst zu fungieren.

Die Kameraden wurden im Juni alarmiert, als nachts in Müncheberg ein Einfamilienhaus in Flammen stand, als das Einsatzstichwort im Juli für gleich mehrere Wehren „Brand Gebäude groß“ hieß, als im August ein Kleinbus zwischen Müncheberg und Dahmsdorf brannte oder im Oktober erneut ein großer Gebäudebrand die Kameraden zum Einsatz rief.

Ganz zu schweigen vom Kapitel Bäume. Solchen, die bei Münchehofe auf den Wanderweg zu fallen drohten, solchen, die von den Ortsverbindungsstraßen Obersdorf–Trebnitz/Obersdorf–Dahmsdorf geräumt werden mussten. Jenen, die nach Sturmtief Xavier ungezählt umgestürzt, abgeknickt oder angekippt waren ...

Dabei sind die Ausbildungsstunden mit dem Seelower THW, den Nachbarwehren Trebnitz, Jahnsfelde, Worin, die Eigenleistungen zum Parkplatzbau hinter dem Gerätehaus, Ernte- und Sommerfest, Oster- und Maifeuer oder die Fahrt zum 9. Obersdorfer Feuerwehrtreffen in Österreich noch gar nicht erwähnt. Eines scheint klar: Ohne Feuerwehr läuft nichts im Ort, wofür ein einfaches Danke fast zu wenig ist.

Befördert: Steven Meißner zum Feuerwehrmann; Geehrt: Udo Lau für 30 Jahre treue Dienste

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