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Handballerinnen der HSG Schlaubetal müssen viele Ausfälle verkraften / 25:37 beim Spitzenreiter Calau

Handball
Not-Sieben rauft sich zusammen

Muss viele Würfe abwehren: die Müllroser Torfrau Marianne Schulz (in einem A-Jugend-Spiel gegen den VC Angermünde). Die A-Jugendliche half bei den Verbandsliga-Frauen aus
Muss viele Würfe abwehren: die Müllroser Torfrau Marianne Schulz (in einem A-Jugend-Spiel gegen den VC Angermünde). Die A-Jugendliche half bei den Verbandsliga-Frauen aus © Foto: FOTO Michael Benk
Matthias Gliese / 13.03.2018, 05:38 Uhr
Calau (MOZ) Die Handballerinnen der HSG Schlaubetal-Odervorland haben ihr Verbandsligaspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer HV Calau mit 25:37 (10:15) verloren. Damit ist die HSG in der Süd-Staffel Achte unter zehn Mannschaften.

Das Spiel gegen den HV Calau stand unter keinen guten Stern. Ursprünglich sollte es am 24. Februar stattfinden. Aus krankheits- und berufsbedingten Gründen musste der Termin von der HSG Schlaubetal verschoben werden. Im Laufe der vergangenen Woche stellte sich aber heraus, dass die HSG nur sechs Spielerinnen zur Verfügung hatte.

Zum Glück hatte die A-Jugend kein Spiel, so dass Marianne Schulz und Jenny Hale der Mannschaft aushelfen konnten. Trainerin Ute Wagner fiel wegen Grippe ebenfalls aus und Carolin Eisermann hatte noch mit einer Erkältung zu kämpfen.

Trotzdem war die Stimmung in der Mannschaft auf der Hinfahrt gut. Schlimmer konnte es nicht mehr kommen. Leider kam es doch anders. Bei der Erwärmung verletzte sich Anne Palwitz am Knöchel und konnte mit ihrem Fuß nicht mehr richtig auftreten. Trotzdem versuchte sie zu spielen.

Zu Beginn dominierte Calau nach Belieben. Durch einfache Tore und Konter setzten sie sich innerhalb der ersten sieben Minuten auf 6:0 ab. Dann verletzte sich Viktoria Lampe auch noch am Knie und brauchte eine Pause. Anne Palwitz sprang trotz Verletzung für sie ein.

Die Calauerinnen setzten sich weiter bis zum 10:2 in der 11. Minute ab. Es sah nach einem Debakel für Schlaubetal aus. Dann ließ aber beim Gastgeber die Konzentration etwas nach und die Schlaubetaler nutzten die Chancen. Im Angriff wurde nicht wie sonst hektisch, sondern ruhig und konzentriert durchgespielt, bis sich in der Calauer Abwehr eine Lücke auftat, die dann zum Torerfolg führte. Die Abwehr stand sehr defensiv, es wurde gut verschoben und einander ausgeholfen.

So blieb dem Gastgeber nur der Fernwurf oder der Wurf von den Außenpositionen übrig. Dadurch konnten viele Angriffe der Calauerinnen abgewehrt werden. Ein sicheren Rückhalt war auch Marianne Schulz im Tor der HSG, die mehrere Konter parierte. Die Schlaubetalerinnen kämpften sich durch drei Tore in Folge von Luisa Lehmann und Anika Weber wieder auf 5:10 heran. Calau hielt dann aber dagegen und setzte sich auf 14:7 (19. Minute) ab. Die HSG-Frauen kämpften sich wieder auf 11:14 heran. Die Tore wurden unter anderem von den beiden verletzten Spielerinnen Viktoria Lampe und Anne Palwitz erzielt, die beide nur noch humpelten.

Der Calauer Trainer nahm daraufhin seine Auszeit. Die HSG nutzte die Pause zum Kräfte sammeln. In den abschließenden zehn Minuten der ersten Halbzeit konnten die HSG-Frauen ihr Spiel beibehalten. Durch schöne Tore von Luisa Lehmann (3) und Jasmin Henkelmann wurde der Abstand kaum größer.

Beim Stand von 15:10 wurden die Seiten gewechselt. Die Halbzeitpause war dann aber auch dringend nötig. Ersatztrainer Matthias Gliese war über die Leistung der Mannschaft voll des Lobes. Die Mannschaft gab sich nie auf und die Frauen zeigten, was für ein gutes Team sie sind.

Die HSG Schlaubetal-Odervorland erwischte zu Beginn der zweiten Halbzeit den besseren Start. Durch zwei weitere Tore von Luisa Lehmann, die insgesamt 16 Tore erzielte, konnte der Abstand auf 17:20 verkürzt werden. Lehmann wurde durch ihre Mitspielerinnen immer wieder in gute Wurfpositionen gebracht. Selbst eine Calauer Manndeckung konnte sie nicht ausschalten. Die Calauer konterten aber und setzten sich wieder bis auf 26:18 in der 40. Minute ab. Langsam ließen die Kräfte bei den Schlaubetalerinnen nach. Das nutzte Calau und vergrößerte den Abstand bis zur 51. Minute auf 33:21. Dann verletzte sich auch noch Jasmin Henkelmann am Fuß und konnte nicht mehr weiterspielen.

Trotzdem kämpften die Gäste weiter und schaffte es in den letzten neun Minuten noch, den Abstand bis auf 27:35 zu verkürzen. Ein bemerkenswertes Ergebnis, da fast alle Spielerinnen 60 Minuten durchspielen mussten und einige davon auch noch verletzt waren.

Die Müllroser Mannschaft kann sowohl auf dieses Ergebnis gegen den ungeschlagenen Tabellenführer als auch auf ihren mannschaftlichen Zusammenhalt stolz sein. Es konnten sich auch fast alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen, was auch die insgesamt gute spielerische Leistung verdeutlicht.

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