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Mehr Pendlerzüge noch im Jahr 2018

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg bei der gemeinsamen Kabinettssitzung Berlin-Brandenburg im Schloss Neuhardenberg. Themen sind u.a. die Verbesserung des Schienenverkehrs, die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum sowie die digitale Infrastruktur.
Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg bei der gemeinsamen Kabinettssitzung Berlin-Brandenburg im Schloss Neuhardenberg. Themen sind u.a. die Verbesserung des Schienenverkehrs, die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum sowie die digitale Infrastruktur. © Foto: dpa/Bernd Settnik
Mathias Hausding / 13.03.2018, 15:27 Uhr - Aktualisiert 13.03.2018, 23:27
Neuhardenberg (MOZ) Lange schien es, als würde es in den nächsten Jahren keine Entlastungen für Bahnpendler in Brandenburg geben. Am Dienstag verkündete die Landesregierung nun zumindest ein paar kurzfristige Verbesserungen. Einen Durchbruch gibt es im Ringen um den Ausbau der Strecke nach Stettin.

Die Bahnverbindung von Berlin in die polnische Metropole soll durchgängig zweigleisig ausgebaut werden. Dies teilte Bahnchef Richard Lutz am Dienstag nach einer gemeinsamen Sitzung mit den Landesregierungen von Brandenburg und Berlin im Schloss Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) mit. Bislang hatte der Bund nur einen eingleisigen Ausbau bezahlen wollen, was von den Ländern als unzureichend abgelehnt worden war.

Es war das erste Mal, dass hohe Bahn-Vertreter Berlin-Brandenburger Kabinettsitzungen besuchten. Der Bahn-Vorstand für Infrastruktur, Ronald Pofalla, räumte ein, dass nun die Baupläne für die Strecke nach Stettin verändert werden müssten. Die Verzögerung solle aber nur ein Jahr dauern. Man wolle das Vorhaben als „Beschleunigungsprojekt“ behandeln. Die Bahn strebe eine Inbetriebnahme der Strecke im Jahre 2023 an, betonte Lutz.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich erfreut, dass ein langer Kampf und viele Diskussionen nun zu einem Erfolg geführt hätten. „Das ist ein sehr gutes Signal für die Uckermark“, betonte er. Zuletzt hatten Brandenburg und Berlin der Bahn angeboten, sich wegen der großen Bedeutung der Verbindung mit eigenen Finanzmitteln an der Planung zu beteiligen.Angermündes Bürgermeister Frederik Bewer (parteilos) reagierte am Dienstag erfreut und überrascht ob der frohen Kunde aus Neuhardenberg. „Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt. Es freut mich sehr, dass der zweigleisige Ausbau kommt. Das ist ein ganz wichtiges Zeichen für unsere Stadt“, sagte er. Angermünde könne sich „zum Drehkreuz zwischen den Metropolen Berlin und Stettin“ entwickeln. „Wir wollen uns als Wohnort empfehlen sowohl für Menschen aus Berlin, wie auch aus Stettin.“

Die Bahn sicherte den Regierungen von Brandenburg und Berlin am Dienstag zudem Verbesserungen im Regionalverkehr und bei der S-Bahn zu. Vieles wird noch dauern, bis es umgesetzt ist. Manches geht nun doch schneller als gedacht, auch auf Strecken von Konkurrenten der Deutschen Bahn.Ab April soll es zum Beispiel auf den Strecken von Oranienburg und von Werneuchen jeweils nach Berlin-Ostkreuz mehr Sitzplätze geben. Auch zwischen Berlin und Müncheberg sollen noch in diesem Jahr mehr Züge fahren, ebenso zwischen Berlin und Wustermark. Auf einigen anderen Strecken soll es ab 2019 besser werden.

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