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Fünf Jahre nach der Gründung gibt Ronny Schmidt Vorsitz an den ehemaligen Bürgermeister ab

Neuer Vorsitzender
Laesicke will Bürgerstiftung bekannter machen

Laesicke fehlt krankheitsbedingt: der Vorstand der Bürgerstiftung mit dem bisherigen Vorsitzenden Ronny Schmidt, Angela Pogoda, Verena Schluß und Dieter Starke (v.l.).
Laesicke fehlt krankheitsbedingt: der Vorstand der Bürgerstiftung mit dem bisherigen Vorsitzenden Ronny Schmidt, Angela Pogoda, Verena Schluß und Dieter Starke (v.l.). © Foto: Klaus D. Grote/MOZ
K.D. Grote / 13.03.2018, 19:33 Uhr
Oranienburg (MOZ) Die Oranienburger Bürgerstiftung hat einen neuen Vorsitzenden. Am Montagabend wählte das Kuratorium Ex-Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke an die Spitze der gemeinnützigen Stiftung, die sich zum Wohle der Stadt engagiert. Ronny Schmidt scheidet nach fünf Jahren aus dem Vorstand aus, die übrigen Vorstandsmitglieder Angela Pogoda, Verena Schluß und Dieter Starke wurden für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

"Der Wechsel war von Anfang an so geplant", erklärte Schmidt. Laesicke war der Initiatoren und Mitbegründer der Stiftung. Die Idee wurde nach der Landesgartenschu 2009 geboren. Bei der Gründung vor fünf Jahren stand bereits fest, dass Laesicke den Vorsitz nach dem Ausscheiden aus dem Amt übernehmen wird. "Er will die Stiftung bekannter machen", sagte Schmidt. Zum Vorstellungstermin am Dienstagmittag fehlte Laesicke dann allerdings. Er lag mit Fieber im Bett.

Zu seinen Zielen äußerte sich Laesicke dennoch. Um 400 Zuzügler wachse Oranienburg inzwischen jedes Jahr. "Darunter sind viele tolle Leute, die wir einbinden wollen", sagte Laesicke. Das trage auch dazu bei, dass sich die Neubürger in Oranienburg zuhause fühlen. "Und wichtige Impulse für Oranienburg kamen oft von außen", so Laesicke.

Zur ersten Sitzung des neuen Vorstands sollen neue Ideen und die künftige Richtung der Stiftung beraten werden. 88 Stifter gibt es. Anfangs gabs es das Ziel von 1 000 Stiftern. Es sei aber nicht wichtig, wie viele Bürger mitmachten sondern, wer dabei sei, sagte Schmidt. Immerhin habe auch die Bürgerstiftung im US-amerikanischen Cleveland, die vor mehr als 100 Jahre als erste ihrer Art gegründet wurde, brauchte 20 Jahre zum Bekanntwerden. Heute beschäftigt sie 80 Mitarbeiter, die sich um ein Stiftungskapital von rund zehn Milliarden Euro kümmern.

Die Oranienburger Bürgerstiftung verfügt über ein Stiftungskapital von 100 371 Euro, 1 220 Euro kamen im vergangenen Jahr durch Zustiftungen udn Rücklagen hinzu. Die Anlage sei weit gestreut, sagte der Bankkaufmann Ronny Schmidt. Im vergangenen Jahr habe die Verzinsung bei 2,34 Prozent gelegen. In den vergangenen fünf Jahren habe die Stiftung fast 50 000 Euro aus Spenden erhalten. Dazu zählte auch eine Versteigerungsaktion der ehemaligen Pneu-Laurent-Beschäftigten. "Sie wollten Oranienburg etwas hinterlassen", sagte Schmidt. 25 000 Euro konnten seit der Stiftungsgründung an Vereine ausgezahlt werden.

Ronny Schmidt will die Stiftung weiterhin beraten. Ihm bleibt aber auch noch der Vorsitz seines Karatevereins Taika in Zehdenick.

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