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Bund will gut bezahlte Industrie-Arbeitsplätze auch in Frankfurt schaffen

Besuch im Konrad-Adenauer-Haus
OB Wilke bei Minister Altmaier

Peter Altmaier (CDU) wird heute als Bundeswirtschaftsminister vereidigt. Zwei Tage vorher traf er sich bereits mit OB Martin Wilke im Konrad-Adenauer-Haus. Im Gespräch ging es auch um die Schaffung von Industrie-Arbeitsplätzen in Frankfurt.
Peter Altmaier (CDU) wird heute als Bundeswirtschaftsminister vereidigt. Zwei Tage vorher traf er sich bereits mit OB Martin Wilke im Konrad-Adenauer-Haus. Im Gespräch ging es auch um die Schaffung von Industrie-Arbeitsplätzen in Frankfurt. © Foto: Jens-Uwe Kerl
Heinz Kannenberg / 14.03.2018, 07:15 Uhr - Aktualisiert 14.03.2018, 12:24
Frankfurt (Oder) (MOZ) Für die Schaffung von gut bezahlten Industrie-Arbeitsplätzen auch in Frankfurt will sich der designierte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einsetzen. Das betonte er am Montag bei einem Gespräch mit Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) in Berlin. Altmaier hatte Wilke im Konrad-Adenauer-Haus empfangen.

Beide teilen die Auffassung, dass sich die wirtschaftliche Situation in Ostdeutschland zwar gebessert habe, aber nach wie vor unzureichend sei. Deshalb seien gemeinsame Anstrengungen von Bund, Land und den betroffenen Kommunen sowie individuelle standortbezogene Strategien für die wirtschaftliche Entwicklung erforderlich. "Wie auch in anderen Städten werden in Frankfurt Industrie-Arbeitsplätze gebraucht. Dadurch wird für die Stadt- und Regionalentwicklung eine wesentliche Grundlage geschaffen. Diesem Thema werde ich mich als Bundeswirtschaftsminister besonders widmen", betonte Altmaier. Nur gleichwertige Lebensverhältnisse in den Regionen können die Abwanderung junger Leute stoppen und die Attraktivität für Zuzug erzeugen. Städte spielten dabei eine besondere Rolle, betonten beide.

Altmaier hatte 2012 als Bundesumweltminister gemeinsam mit dem damaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) Frankfurt besucht. "Ich habe OB Martin Wilke vor sechs Jahren zu Zeiten der Solarkrise kennengelernt und weiß, dass er für seine Stadt kämpft. Wir brauchen solche Kommunalpolitiker mit Engagement und Professionalität als Partner für den Wirtschaftsaufschwung in den neuen Bundesländern", betonte Altmaier. Wilke hatte sich bereits kürzlich im Bundeskanzleramt auch für eine Großinvestition in den zwei leer stehenden First-Solar-Hallen eingesetzt.

Im Gespräch mit dem CDU-Politiker verwies Wilke auf die besonderen Möglichkeiten der grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Aktivitäten: "Frankfurt kann wie auch bereits in anderen Bereichen in Kooperation mit Polen für Deutschland Vorreiter sein." Die Europa-Universität Viadrina und die Stadt könnten in Zukunft gemeinsame Modelle entwickeln, die die Unterstützung des Bundes finden. Altmaier nahm Wilkes Einladung zur Fortsetzung des Gespräches nach Frankfurt an.

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harald woitke 14.03.2018 - 11:06:25

@ Karla Paulukat-Nachtrag

Investoren schrecken weder vor China, Saudi-Arabien, ..., zurück. Erst recht nicht vor einem Linken OB. Herr Altmaier will Frankfurt(Oder9 unterstützen und keinen OB. Diesen Eindruck möchten Kannenberg/Dr. Wilke gerne erwecken. Und Sie fallen auf diese Propaganda herein. Bei welcher Zeitung hat Heinz Kannenberg sein Handwerk erlernt?

Roland Totzauer 14.03.2018 - 11:05:37

Minister versprechen jeden Tag allen etwas

Solange es Bundesregierungen gab und gibt, solange versprachen deren Minister gläubigen Regionalpolitikern und gläubigen Wählern immer irgend etwas. Diese Versprechungen wurden anschließend medienpolitisch hochgepuscht und zur Massenverführung eingesetzt. Die Statistiken beweisen, dass die meisten Versprechungen oft nie erfüllt wurden - im Wahlkampf lügen Politiker am meisten. Inzwischen haben das fast alle Wähler begriffen! Solche Pressemeldungen sind erkennbar als Volksberuhigungsdroge und als Wahlkampfdroge. Jeder Politiker nutzt halt solche Pressegeschichten für seine Ziele aus. Aber die Wähler-Karawane zieht weiter dem Tag der Stichwahl entgegen ...

harald woitke 14.03.2018 - 11:00:16

@Karla Paulukat, ich bin mir nicht mehr sicher

Ihre Kritik ist berechtigt. Ich habe lediglich das Recht zu vermuten. Sollte Heinz Kannenberg dabei gewesen sein, möchte ich um Entschuldigung bitten. Allerdings wäre es für mich ebenso skandalös. Herr Kannenberg auf Dienstreise, um über einen solchen Besuch zu berichten? Dann hat er wohl auch die Pressemitteilung auf der Internetplattform der Stadtverwaltung verfasst? Der Filz um Heinz Kannenberg und Martin Wilke wird für mich immer unerträglicher. Die MOZ ist doch kein Wahlkampfunterstützungsverein. Also Herr Kannenberg war mit Dr. Wilke bei Peter Altmaier! Bewerten wir dies! Was hatte Kannenberg dort zu besprechen? Saß er am Besprechungstisch? Nahm er einen öffentlichen Pressetermin war? Gab es eine öffentliche Presseerklärung von Peter Altmaier? Heinz Kannenberg wird aufklären und richtigstellen. Er war dabei.

Karla Paulukat 14.03.2018 - 10:36:50

Ein OB der LINKEN - einfach unvorstellbar

Wer da der Meinung ist, ein OB aus den Reihen der Linkspartei täte der Stadt gut, der hat eines nicht im Blick: Als Standort für Investoren wird Frankfurt unattraktiv sein. Übrigens, Herr "harald woitke" - Ich habe die von Ihnen angeführte Pressemitteilung gelesen. Was macht Sie so sicher, Herrn Kannenberg zu unterstellen, dass er nicht bei dem Treffen dabei war?

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