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Schulerweiterung
Hickhack beendet

Ralf Böttcher
Ralf Böttcher © Foto: Rachner
Patrik Rachner / 14.03.2018, 22:59 Uhr
Dallgow-Döberitz (MOZ) Nach beinahe unzähligen Gesprächen, Diskussionen und Verwirrungen: Die Hort- und Schulerweiterung an der Grundschule "Am Wasserturm" in Dallgow-Döberitz soll nun doch wie geplant nach der vom Berliner Architektenbüro Galandi-Schirmer vorgelegten Entwurfsplanung erfolgen. Das teilte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Ralf Böttcher (CDU), während einer Informationsveranstaltung vor rund 70 Eltern und deren Vertretern am Dienstagabend mit. Zuvor hatte es einvernehmliche Gespräche mit Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler), der Gemeindeverwaltung, den Architekten und natürlich mit dem Bildungsministerium vor dem Hintergrund der Ausschüttung von Fördermitteln gegeben.

"Es ist alles geklärt", meinte Ralf Böttcher am Mittwoch zufrieden. "Wir treten wieder in die alte Planung ein. Das muss jetzt ruckzuck vonstatten gehen", betonte er weiter. "Wir haben schließlich zu viel Zeit verloren." Die ersten intensiven Planung waren im Dezember 2016 erstmals beraten worden. Nun soll am Montag klar sein, wann der Baustart erfolgen wird. Mit Prognosen zu einer Fertigstellung halten sich sowohl Politiker als auch die Verwaltung noch zurück. Mutmaßlich Mitte 2020 könnte das Projekt wohl abgeschlossen sein, wie zum Teil vernehmbar war. Davon unberührt zeigte sich auch Andrea Lampe, Vorsitzende der Elternkonferenz der Grundschule, zufrieden. "Endlich geht es weiter nach dem formell bereits beschlossenen Plan, mit dem alle Beteiligten einverstanden sind und unsere Gemeinde gut aufgestellt ist für Bildung und Betreuung in den kommenden Jahren! Das ist ein voller Erfolg für das gemeinsame Engagement von Elternschaft, Hort- und Schulleitung", sagte sie. Ende Februar hatte es noch während der Gemeindevertretersitzung wegen einer neuen Variante lautstarke Tumulte und massive Proteste aus den Reihen von Lehrer-, Erzieher- und Elternschaft gegeben. Nun ist auch das wieder Geschichte. Stattdessen will die Verwaltung nun mit Blick auf das Bauvorhaben verstärkt auf Kommunikation setzen. Eine Stabstelle wird deshalb eingerichtet. Sema Saygin soll den Posten übernehmen, damit künftig auf kurzem Wege kommuniziert werden könne, wie Böttcher betonte.

"Auch das Versprechen einer verbesserten Kommunikation aller Beteiligten im Rahmen einer neu zu schaffenden Arbeitsgruppe nehmen wir sehr ernst und werden in diesem Gremium dafür sorgen, dass die berechtigten Interessen von allen an Bildung und Betreuung Beteiligten nachhaltig berücksichtigt werden", betonte Lampe wiederum. Nun gehe es insbesondere darum, die Bauphase nach Möglichkeit zu beschleunigen und für alle verträglich zu gestalten.

"Natürlich ist es sehr ärgerlich, dass wir durch diesen neuerlichen Schwenk der Gemeinde zum wiederholten Male wichtige Zeit bei der dringend benötigten Hort- und Schulerweiterung verloren haben - wie bereits in der Vergangenheit aufgrund zahlreicher Planungspleiten und -pannen", stellte Lampe klar. "Aber gleichzeitig sind wir nun offenbar endlich auf einem guten Weg, der den Bildungsstandort Hort- und Grundschule zukunftsfest machen wird. Und wir haben gezeigt, dass man mit breitem, gemeinsamem Engagement und guten Argumenten etwas erreichen kann. In diesem Sinne werden wir gemeinsam weiter am Ball bleiben und danken allen Unterstützern für ihren Einsatz!"

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