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Landwirtschaft:
Kreiseigene Flächen frei von Glyphosat

15.03.2018, 18:22 Uhr
Havelland (MOZ) Der Landkreis Havelland verfügt über rund 45 Hektar große landwirtschaftliche Flächen, die verpachtet sind. Die Bündnisgrünen im Havelland wollen sich weiter dafür einsetzen, dass auch auf den zukünftig neu verpachteten kreiseigenen Flächen des Havellandes weiter kein Glyphosat eingesetzt wird.

"Wir begrüßen es, dass auf den nicht-verpachteten Flächen schon jetzt auf Glyphosat verzichtet wird. Leider enthalten allerdings die derzeitigen Verträge der mehr als 45 Hektar großen kreiseigenen Flächen keine Vorgaben zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln", sagte Grünen-Fraktionschef Wolfgang Seelbach mit Verweis auf die Antwort von Landrat Roger Lewandowski (CDU) auf eine Anfrage.

Glyphosat soll laut der Krebsforschungsagentur der WHO wahrscheinlich krebserregend für Menschen sein und es soll die biologische Vielfalt zerstören, wie Seelbach meinte. Der Einsatz sei in der EU ohnehin sehr umstritten und konnte nur mit knapper Mehrheit im November um fünf Jahre verlängert werden. In dem Zusammenhang freut es ihn besonders, dass die Agrargenossenschaft Gülpe in einer Selbstverpflichtung beschlossen habe, auf weiteren 152 ha konventionell betriebenen Ackerflächen auf Totalherbizide zu verzichten.

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Roberta Orlek 16.03.2018 - 21:20:34

Glyphosat zu verbieten ist wichtig für Mensch, Tier und Ökosystem

Glyphosat auf städtischen Flächen zu verbieten ist ein sehr wichtiger Schritt, denn das Pestizid hat fatale und langfristige gesundheitliche Folgen für Mensch, Tier und Natur. Denn für die DNA- und zellschädigende Wirkung von Glyphosat gibt es keine harmlosen Rückstandsmengen, wie die 250 Mediziner und Vertreter des 119. Deutschen Ärztetages bereits 2016 in einem Appel an Frau Merkel geschrieben haben. Alle in Deutschland organisierten Ärzte haben daher ein Verbot von Glyphosat gefordert: http://www.bundesaerztekammer.de/ueber-uns/landesaerztekammern/aktuelle-pressemitteilungen/news-detail/aerzte-fordern-widerruf-der-glyphosat-zulassung/ Zudem müssen auch die Wasserwerke jedes Jahr mit Millionen Euro Aufwand, die Glyphosatrückstände aus dem Trinkwasser wieder entfernen. Und wenn man weiß, dass in der BfR Pestizidkommission die Mitarbeiter der Glyphosathersteller BAYER und BASF sitzen, die die geheimen Glyphosatstudien von Monsanto als harmlos durchwinken, ist es umso wichtiger, wenn die Städte und Verbraucher den Schutz ihrer Familien selbst in die Hand nehmen. Denn die Chemiekonzerne verdienen nur mit kranken Menschen Milliarden, jedes Jahr.

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