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Wirtschaftsförderer blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Wirtschaftsförderung
Über tausend neue Jobs

Hier wird investiert: Der Papierhersteller Leipa gehört zu den größten Arbeitgebern der Uckermark. Die Firma steckt über 160 Millionen Euro in den Aufbau einer neuen Papiermaschine.
Hier wird investiert: Der Papierhersteller Leipa gehört zu den größten Arbeitgebern der Uckermark. Die Firma steckt über 160 Millionen Euro in den Aufbau einer neuen Papiermaschine. © Foto: dpa/Patrick Pleul
Ina Matthes / 16.03.2018, 08:30 Uhr - Aktualisiert 19.03.2018, 11:44
Potsdam (MOZ) Mehr Jobs, mehr Investitionen. Die Wirtschaftsförderung Brandenburg blickt auf ein gutes Jahr zurück. Und kann erste neue Ansiedlungen 2018 vorzeigen.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) hatte eine gute Neuigkeit mitgebracht: Die Post-Tochter DHL wird in Ludwigsfelde 600 tarifgebundene Arbeitsplätze schaffen. Im Sommer soll der Bau eines Paketzentrums starten, verkündete Gerber am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz der Wirtschaftsförderung Brandenburg WFBB. Auf 2017 blickt Gerber zufrieden zurück: „Ein supererfolgreiches Jahr.“ Die Wirtschaftsförderer können auf 1181 neu entstandene Arbeitsplätze verweisen, die allein durch Neuinvestitionen entstanden sind. Im Jahr zuvor waren es 1003. Insgesamt entstanden mehr als 3800 Arbeitsplätze neu oder wurden stabilisiert. Die Investitionen haben sich mehr als verdreifacht: 273 Millionen Euro flossen 2016 und 877 Millionen Euro 2017.

Der Anstieg geht besonders auf das Konto der Industrie sowie auch der Logistik und Gesundheitswirtschaft. 45 Neuansiedlungen gab es, darunter zwölf internationale. Spitzenreiter sind dabei Briten und Schweizer. So baut die Schweizer Firma Endress+Hauser in Stahnsdorf Systeme zur Druckmessung und hat 150 Jobs geschaffen. Oxford PV Germany errichtet als einer von vier britischen Investoren eine Produktion für neuartige Solarzellen in Brandenburg/Havel.

Aber nicht überall läuft Wirtschaftsentwicklung glatt. Um den Erhalt des Bahnwerkes in Eberswalde gab es eine lange Zitterpartie. Bei dem neuen Eigentümer Deutsche Eisenbahn Service AG sieht Gerber das Werk in guten Händen. Aufgrund der guten Auftragslage wolle das Unternehmen die Beschäftigtenzahl erhöhen. Beim Umbau des Bombardier-Standortes in Hennigsdorf will das Land unterstützen. Der Schienenfahrzeughersteller plant, die Serienproduktion stark zurückfahren. 500 Jobs sind gefährdet. Das Land stellt Hilfe bei der Vermarktung nicht mehr gebrauchter Betriebsflächen und Förderung dafür in Aussicht. In Hennigsdorf gibt es eine hohe Nachfrage nach kleineren Flächen, sagt Steffen Kammradt, Sprecher der Geschäftsführung der WFBB. Vier neue Unternehmen haben sich 2017 angesiedelt. „Hennigsdorf hat eine gute Lage. Da sehen wir Potenzial.“

Während berlinnahe Regionen in der Ansiedlungs-Statistik gut dastehen, liegen die berlinfernen Regionen zurück. In Frankfurt (Oder) gab es 13 Ansiedlungen, Innovationen und Existenzgründungen – in Potsdam 105 und im Kreis Oberhavel 34. Zu den Schlusslichtern zählt die Uckermark mit neun. Es sind vor allem Städte wie Cottbus, die in der Grenzregion Firmen anziehen. Derzeit liefen aber auch Gespräche mit  Investoren im Kreis Oder-Spree und Guben, sagt Kammradt. Er verwies auf die hohen Fördersätze, die gerade für diese Region möglich seien.

Chancen für künftige Entwicklung sehen die Wirtschaftsförderer unter anderem in neuen Mobilitätskonzepten. Als Flächenland könne Brandenburg Experimentierfelder bieten: für autonomes Fahren oder die Erprobung von Drohnen.

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