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Quartett vereint verschiedene Heilmethoden in den Praxen in der Kupferschmiede

Gesundheit
Vier Frauen unter einem Dach

Vor der einstigen Kupferschmiede: Marlies Bollow, Katrin Zabel, Simone Hohmann und Silvana Stechbarth (v. l.) arbeiten künftig in der Wriezener Mauerstraße zusammen. Kontakte zu weiteren möglichen Partnern sind bereits geknüpft.
Vor der einstigen Kupferschmiede: Marlies Bollow, Katrin Zabel, Simone Hohmann und Silvana Stechbarth (v. l.) arbeiten künftig in der Wriezener Mauerstraße zusammen. Kontakte zu weiteren möglichen Partnern sind bereits geknüpft. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 17.03.2018, 07:30 Uhr
Wriezen (MOZ) Marlies Bollow, Katrin Zabel, Simone Hohmann und Silvana Stechbarth arbeiten in Wriezen künftig unter einem Dach – in den Praxen in der Kupferschmiede.

„Es ist das schönste Haus in der Straße“, hatte Silvana Stechbarth bei der Terminabsprache erklärt und hinzugefügt, dass man es nicht verfehlen könne. Das Haus mit der Nummer 25 in der Mauerstraße ist in jedem Falle etwas Besonderes. „An dieser Stelle befand sich die letzte Wriezener Kupferschmiede“, steht erklärend auf einer Tafel. Und: Dass die Stadt vor 1645 Mittelpunkt und Hauptsitz des Kupferschmiedegewerkes war.

Vielen Wriezenern dürfte das Haus auch als Sitz der Praxis von Silvana Stechbarth bekannt sein. Die Heilpraktikerin ist dort bereits seit 1999 für ihre Patienten da. Doch im Moment erinnert das Haus eher an eine Baustelle, riecht es dort unter anderem nach frischer Farbe.

Schon im April will Katrin Zabel im neuen Bewegungsraum aber Yoga-Kurse anbieten. Die 46-Jährige lebt in Eichwerder, ist Bauingenieurin und hat sich mit Yoga ein zweites Standbein aufgebaut. Seit drei Jahren unterrichtet sie in Wriezen und weiß, dass Yoga oft auf die Bewegung reduziert wird. Dabei sei es viel mehr, setze auf die Atmung, auch Meditation und Achtsamkeit.

Simone Hohmann, Apothekerin und Heilprakterin, will ab Mai dazustoßen und wird Pflanzenkunde in jeder Form anbieten. „Auch Homöopathie, Anthroposophie und Blutegeltherapie“, sagt die 54-Jährige. Sie hat mehr als sieben Jahre lang eine Apotheke in Wriezen geleitet und war von Silvana Stechbarth nun ebenfalls eingeladen worden, unter dem Dach der Mauerstraße 25 eine Praxis zu eröffnen. „Das habe ich gern angenommen“, sagt Simone Hohmann, die das Oderbruch ihr Zuhause nennt und in Groß Neuendorf wohnt.

Die Region ist – so wird im Gespräch schnell klar – für alle vier Frauen das Zuhause geworden. Zu ihnen gehört auch Marlies Bollow, die bereits seit vier Jahren mit Silvana Stechbarth unter einem Dach arbeitet. Doch mit dem neuen Bewegungsraum kann die Heilpraktikerin ihr Angebot um Qi Gong erweitern. Die 51-Jährige lebt in Wuschewier. Dort hat sie einen zweiten Praxisstandort und leitet bereits entsprechende Kurse, einen weiteren in Neulewin. „Dort haben sich Frauen zusammengefunden, einen Raum besorgt und bei mir angefragt“, erzählt sie.

Um die künftige Nachfrage ist dem Quartett nicht bange. „Die Leute sind offener geworden, haben von traditioneller chinesischer Medizin, Akupunktur, Qi Gong oder Yoga heute zumindest schon mal etwas gehört“, sagt Silvana Stechbarth. „Das ist nicht plötzlich gekommen, sondern gewachsen mit der Zeit.“ Die 50-Jährige wohnt in Falkenberg und zählt zu den Organisatoren des Naturheiltags in Bad Freienwalde. So und unter anderem auch über das Netzwerk „Natürlich heilen“, in dem sich Kollegen aus den Landkreisen Uckermark, Barnim und Märkisch-Oderland zusammengeschlosen haben, halte man Kontakt zu einander und tausche sich aus.

„Das Besondere an diesem Haus ist, dass wir verschiedene Heilmethoden aus unterschiedlichen Kulturen miteinander verbinden und an einem Ort bündeln“, sagt Simone Hohmann und freut sich wie die anderen Drei auf weitere Partner. „Wir denken an Rehasport, einen Tanzkurs für Senioren, vielleicht auch Pilates.“ Mit einem Tag der offenen Tür wollen sich die Frauen dann am 23. Mai zwischen 11 und 18 Uhr vorstellen.

Infos im Internet: www.netzwerk-natuerlichheilen.de

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