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Bildhauer verschenkt „Zwei Stelen“ an Bürgerinitiative „Lausitz-Region“

Kunst
Skulptur auf dem Weg nach Polen

Mit vereinten Kräften: Die Skulptur „Zwei Stelen“ von Ryszard Wilk wurde am Mittwoch abgebaut und an ihren neuen Standort im polnischen Zlotnik transportiert.⇥
Mit vereinten Kräften: Die Skulptur „Zwei Stelen“ von Ryszard Wilk wurde am Mittwoch abgebaut und an ihren neuen Standort im polnischen Zlotnik transportiert.⇥ © Foto: Sergej Scheibe
Sabine Rakitin / 23.03.2018, 06:45 Uhr - Aktualisiert 15.04.2018, 14:43
Biesenthal (MOZ) Am Amtshaus an der Plottkeallee ist am Donnerstag die Skulptur „Zwei Stelen“ des polnischen Bildhauers Ryszard Wilk abgebaut worden. Der Künstler hat sein Werk, das 2014 im Rahmen des deutsch-polnischen Bildhauersymposiums in Biesenthal entstand, der Bürgerinitiative „Lausitz-Region“ geschenkt. Die Skulptur wird in dem kleinen Ort Zlotnik, Teil der Gemeinde Zary (Sorau) im Lebuser Land, aufgestellt.

Fest steht, dass die „Zwei Stelen“ ihren neuen Platz in einer ehemaligen unter Denkmalschutz stehenden Klosteranlage in Zlotnik finden werden, erzählen Anna Dziadek und Arkadiusz Gutka von der Bürgerinitiative Lausitz-Region am Donnerstag. Der genaue Standort stehe noch nicht fest. Im Gespräch sei ein Platz neben der Kirche. Diese werde gerade renoviert.

Die Freude darüber, dass nun das erste Werk eines polnischen Künstlers in dem kleinen Ort, der 2016 zum schönsten Dorf im Lebuser Land gekürt wurde, eine Heimstatt findet, ist insbesondere bei Anna Dziadek groß. „Hier im Lebuser Land haben in früheren Jahrhunderten vor allem deutsche Baumeister und Landschaftsgärtner ihre Spuren hinterlassen“, weiß die Frau, die für Tonz - einen vor 120 Jahren gegründeten Denkmalschutz-Verein -  tätig ist. „Wir finden, dass polnische Kunstwerke dazu eine gute Ergänzung sind.“

Einen wichtigen Beitrag zur deutsch-polnischen Kooperation sieht Anne Schulz in der „Übersiedlung der „Zwei Stelen“ von Biesenthal nach Zlotnik. Sie kann sich noch gut daran erinnern, als Ryszard Wilk während des Bildhauersymposiums 2014 an den beiden Stelen  die eine aus Eiche - die andere aus Keramik - gearbeitet hat. „Er war der älteste Teilnehmer, den wir bei einem Symposium je hatten“, erzählt die Bildhauerin aus Biesenthal. Bei der Arbeit an der Skulptur aus Eiche habe ihm der polnische Bildhauer Tadeusz Swiniarski geholfen. „Das war einfach toll, diese uneigennützige Hilfe von Kollege zu Kollege“, schwärmt Anne Schulz.

Wie die meisten der Kunstwerke, die bei den deutsch-polnischen Symposien entstanden sind, gingen auch die „Zwei Stelen“ als Leihgabe für zwei Jahre an die Stadt Biesenthal. In diesem Monat lief die Zeit ab. „Ryszard Wilk wollte sie uns schon damals schenken“, sagt Anne Schulz. „Er ist ein sehr großzügiger Mensch“, stellt sie fest. Dass die Skulptur nun nach Polen geht, freut sie sehr.

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