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Christentum
Kerzen am Kreuz leiten Freudenzeit ein

Vorbereitungen für die Ostergeschichte: Pfarrer Jörg Hemmerling richtet in der Trebuser Kirche das Kreuz aus.
Vorbereitungen für die Ostergeschichte: Pfarrer Jörg Hemmerling richtet in der Trebuser Kirche das Kreuz aus. © Foto: Annemarie Diehr
Annemarie Diehr / 30.03.2018, 19:46 Uhr
Trebus Mit einer Andacht in der Trebuser Kirche und anschließendem Frühstück feiern Gläubige am Ostersonntag die Auferstehung Jesu Christi. Beginn ist nicht bei Sonnenaufgang, sondern um 8 Uhr; dafür werden im Fürstenwalder Dom die Osterfeierlichkeiten schon in der Nacht eingeläutet.

Das violette Antependium hat ausgedient. „Die Farbe der Buße steht für die Passionszeit“, sagt Pfarrer Jörg Hemmerling. Einen weißen Vorhang bringt er nun am Unterbau des Altars in der Trebuser Kirche an. Mit der Hinrichtung Jesu Christi am Karfreitag und seiner Auferstehung zu Ostern endet für die Christen die Zeit der Besinnung und der Buße – Blumen werden am Ostersonntag als Zeichen der Auferstehung den Kirchraum schmücken.

„Für Christen ist das Osterfest die Begründung ihres Glauben“, sagt Pfarrer Jörg Hemmerling. In Anlehnung an die Ostergeschichte sind bei der Andacht am Sonntag Steine im Spiel. „Sie stehen für das, was uns belastet, und werden wie der Stein, der in der Ostergeschichte Jesus’ Grab verschließt, an das Kreuz gelegt. Mit dem Einzug des Osterlichts werden die Steine durch Osterkerzen ersetzt.“

Unter den Gottesdienstbesucher, so der Pfarrer weiter, gebe es seit Jahren einen Sport: nämlich die Osterkerze brennend hinüber zum Clubraum neben dem Restaurant „Seeblick“ zu tragen. Dort frühstücken die Gemeindemitglieder zusammen. Gegessen wird „alles was Spaß macht“, sagt der Pfarrer. Schon in den Neunzigern, als er nach Fürstenwalde kam, gab es die Tradition, Ostern gemeinsam zu frühstücken – „damals noch auf der Baustelle“, erinnert sich Hemmerling an die Zeit der Dom-Sanierung.

Eine altkirchliche Tradition, die die Evangelische Domgemeinde St. Marien wiederbelebt hat, ist die Osternachtfeier: in nächtlicher Wache erwarten Gläubige die Auferstehung Christi. Im Dom wird sie am Sonnabend, um 22 Uhr, begangen. „Sie ist der Grund, warum wir bald nach der Fertigstellung des Doms begonnen haben, die Osterandacht in Trebus zu feiern.“ Abendmahl bis nachts um halb zwölf und am nächsten Morgen am selben Altar stehen – „da ist es hier in Trebus mit dem See zum Spazieren doch schöner“, sagt Jörg Hemmerling.

Und vielleicht läutet die Osterzeit im nächsten Jahr schon wieder die Glocke im dann neu errichteten Trebuser Kirchturm ein. „Die Aufträge an die Firmen sind vergeben“, verkündet der Pfarrer. Womöglich schon im April könnte mit dem Wiederaufbau begonnen werden.

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