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Eberswalder testen zum Aktionstag des Projektes „Transition Thrive“ Lastenräder / Ausleihe möglich

Sattelfest
Fest im Sattel beim Sattelfest

Aktionstag auf dem Markt: Die Initiative Wandelbar stellte beim Sattelfest die unterschiedlichen Arten von Lastenrädern vor und lud zu Testfahrten ein. Ab heute können drei Exemplare auch wieder in der Stadt ausgeliehen werden.
Aktionstag auf dem Markt: Die Initiative Wandelbar stellte beim Sattelfest die unterschiedlichen Arten von Lastenrädern vor und lud zu Testfahrten ein. Ab heute können drei Exemplare auch wieder in der Stadt ausgeliehen werden. © Foto: Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 09.04.2018, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Was in Amsterdam und Kopenhagen längst Alltag ist, könnte auch in Eberswalde zum Trend werden: das Lastenfahrrad. Die Akteure des Klimaschutzprojektes „Transition Thrive“ jedenfalls setzen alles daran, die ökologische Transportalternative zum Auto in der Kreisstadt bekannt zu machen. Am Samstag luden Anja Neumann, Ulrike Gatz und Mitstreiter zum ersten Sattelfest auf dem Marktplatz ein.

Ob Kinder, Einkäufe, Bau- und Gartenmaterial – für beinahe jeden Zweck und jedes Transportgut gibt es das passende Lastenrad, wie die Besucher feststellen durften. Mal ist der Transportkasten vorn, mal hinten. Mal hat das Rad zwei Räder, mal drei. Mal muss allein der Fahrer in die Pedale treten, mal unterstützt ein E-Motor. Justus, Johann, Lore und Mattis hatten schon mal in der E-Bike-Variante Platz genommen und warteten darauf, dass es endlich losgeht. „Für größere Ausflüge ist solch ein Rad einfach ideal“, erklärte Thorsten Perl, Vater dreier Kinder. Die Kleinen, dazu Gepäck, alles habe Platz an „Bord“, wusste der 40-Jährige aus einem ersten Testlauf zu berichten. Einmal hupen – und Start.

Während der Eberswalder mit dem Nachwuchs eine größere Runde drehte, erklärte Anja Neumann vom Projekt: „Unser Ziel ist es, den Eberswaldern die Idee des Lastenrads nahezubringen. Und wir wollen die Zahl der ausleihbaren Exemplare erhöhen.“ Aktuell stünden drei Lastenräder zur Verfügung, darunter auch eine Elektro-Variante. Zehn weitere Lastenräder seien geplant. In puncto Herstellung sei man flexibel. Die Räder könnten etwa in einem Workshop unter Anleitung gefertigt werden.

Vorstellbar wäre ein Einsatz im Zoo oder im Familiengarten, ebenso natürlich im privaten Haushalt. „Ich habe mit solch einem Lastenrad einen Teil meines Umzugs realisiert“, nannte Neumann ein Beispiel. „Ich habe zwar einen Führerschein, aber kein Auto.“ Und es müssen nicht immer vier Räder sein. Das Fahrrad sei eine echte Alternative. „Nehmen Sie nur mal die Posträder. Das sind auch Lastenräder.“ Aber: Ganz gleich ob Kinder oder drei Sack Zement im Gepäck – das Fahren will gelernt sein. „Das muss man wirklich üben“, meinte etwa Katja Schmidt nach einer Proberunde mit dem „Long John“, einem einspurigen Lastenrad. Deutlich einfacher die Trike-Varianten. „Etwas ungewohnt, aber eine feine Sache“, befand Gabi Neumann nach der „Spritztour“ mit dem XYZ-Lastenrad. Bis zu 70 Kilogramm ließen sich problemlos damit bewegen, erfuhr die sattelfeste Eberswalderin.

Beim „Machbarschaftstag“ im Januar hatte „Transition Thrive“ erstmals öffentlich auf sich aufmerksam gemacht und mit einer Gemüsetransportaktion bewiesen, dass es auch ohne Auto geht. Ab heute können Lastenräder u. a. im Globus-Laden und an der „Krummen Gurke“ ausgeliehen werden.(vp)

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