Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Jede Menge Müll und Unrat im Grün der Stadt am See beseitigt

Frühjahrsputz
Viel Unrat im Grün der Stadt am See beseitigt

Jens Sell / 09.04.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 09.04.2018, 14:15
Strausberg (MOZ) Dank des Engagements vieler Strausberger und der Organisation durch die Verwaltung ist der Frühjahrsputz wieder zu einer Reinigungskur besonders für die Grünflächen Strausbergs geworden.

Nach dem ersten Überblick von Harry Mund, Werkleiter des Kommunalservice Strausberg, ist in diesem Jahr nicht ganz so viel Müll und Unrat zusammengekommen wie 2017: „Diesmal waren vor allem viele Altreifen dabei.“ Sechs Mitarbeiter mit sechs Multicar hatte der KSS im Einsatz, um Müllberge abzuholen. Vier Container waren außerdem verteilt.

Dutzende von Strausbergern waren am Sonnabend, bewaffnet mit Harken, blauen Müllsäcken und Schubkarren, unterwegs, um Müll und Unrat aus dem Grün der Stadt am See zu holen.
Bilderstrecke

Frühjahsputz in Strausberg

Bilderstrecke öffnen

Reifen gab es auch viele im Garagenkomplex Hohensteiner Chaussee einzusammeln. Reinhilde Schönfelder vom Fachbereich Technische Dienste des Rathauses hatte zwei große Container von Container-Opitz aufstellen lassen: „Die Reifen holt nachher der KSS“, sagte sie, während mehr als ein Dutzend Garagenpächter mit anpackte. Mit Schwung hoben Peter Münster und sein Sohn Frank eine volle Karre zur Containeröffnung und drehten sie um. Dietmar Heinitz und Wolfgang Knoop entluden einen großen Anhänger, mit dem der Müll aus einer entfernteren Ecke gebracht wurde.

Unterdessen durchstreiften Gerd und Christine Löffler den Wald am Johanneshof und sammelten Hinterlassenschaften diverser Picknicks ein. Katrin Nitz zog mit ihrem Auto einen Anhänger mit Unrat vom „Wäldchen Süd“ zur Rehfelder Straße, wo der Müllberg wuchs. Dort holte Claudia Schmidt per Fahrrad die letzten blauen Säcke von Jenny Stiebitz ab und fuhr sie zu den anderen Aktivisten der Bürgerinitiative. Anke Nöring sah man mit einem Fahrradanhänger voller Unrat und Autoreifen.

Etwas beschaulicher ging es am und auf dem Torfstich zu. Mit einem Angelkahn schipperten in Schwan-Begleitung der Vorsitzende des Angelvereins Gartenstadt Klaus Eggert und Hajo Günther durch den Flachwasserbereich. „Drei blaue Säcke sind am Ufer eingesammelt worden, aber das Wasser ist erfreulich sauber, hier ist nicht viel zu holen“, freute sich Klaus Eggert.

Am gegenüberliegenden Ufer reinigten Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe den Bereich bis zum Kinderbauernhof Roter Hof. Thomas Deuse hatte das organisiert, und auch die 89-jährige Charlotte Henze aus Rehfelde war dem Aufruf gefolgt – mit dem Fahrrad. Südlich davon hatte Ute Daume vom Erziehungshilfeverbund des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt mit den Jugendlichen Pascal, Elias und Aileen sowie deren Freundin Marie-Louise die Liegewiese Badstraße und den angrenzenden Wald gesäubert. Dabei hat auch Bürgermeisterin Elke Stadeler mit angepackt. „Ein ganzes Nachtlager haben wir gefunden“, berichtet Elias kopfschüttelnd. Und sehr ärgert es die Jugendlichen, dass rücksichtslose Leute Pfandflaschen zerschlagen und die Glasscherben hinterlassen. „Es ist schlimm, wie manche Zeitgenossen mit der Umwelt umgehen“, sagt Elke Stadeler, „man denkt, man hat nach einem Frühjahrsputz einen gewissen Grund drin, aber im nächsten Jahr liegen wieder so viel Müll und Unrat  in der Landschaft.“

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG