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„Nobel-Popel“ und „TanzZwiEt“ feiern ihr 20-jähriges gemeinsames Bühnenjubiläum

Kultur
Zeitgemäße Klassiker als Kinder-Theater

Überraschende Wende zum Schluss: Schwungvoll, einfühlsam und auch mit Humor haben „Nobel-Popel“ und die „TanzZwiEt“ das Märchen vom kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern“ inszeniert.
Überraschende Wende zum Schluss: Schwungvoll, einfühlsam und auch mit Humor haben „Nobel-Popel“ und die „TanzZwiEt“ das Märchen vom kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzern“ inszeniert. © Foto: Nobel-Popel/TanzZwiet/Olaf Müller
Olav Schröder / 09.04.2018, 14:18 Uhr
Bernau (MOZ) Seit 20 Jahren stehen das Bernauer Kindertheater „Nobel-Popel“ und das Berliner Theaterballett „TanzZwiEt“ gemeinsam auf der Bühne. Zu ihrem Jubiläum haben sie für dieses Jahr drei Publikumsrenner neu inszeniert. Im April steht die „Schwefelholzgeschichte“ in Bernau auf dem Programm.

„Wir haben uns gesucht und gefunden“, berichtet Olaf Müller, unentwegter Ideengeber und Motor des Bernauer Kindertheaters. „Fundort“ war vor 20 Jahren die „Wabe“ in der Danziger Straße in Berlin, die „Nobel-Popel“ damals als neue Spielstätte eroberte. „TanzZwiEt“ - auch damals schon unter Leitung von Susanne Rinnert, trainierte dort, so dass beide zusammentrafen. Die beiden Gruppen entdeckten schnell, dass sich ihre Ideen für die Kinder-Theater- und Tanzwelt bestens ergänzten. So entstand seit nunmehr 20 Jahren jeweils mindestens eine neue gemeinsame Produktion im Jahr. Zu „Nobel-Popel“ gehören heute David Müller, Uwe-Kurt Müller und Jörn Delatowski. Die Kinder, die in der Anfangszeit mitwirkten, blieben oft dem Tanz und der Bühnenarbeit treu. Das gilt nicht nur für sie, sondern auch für viele Sponsoren.

In Berlin und Umgebung gibt es viele freie Theater, auch für Kinder. Wer bestehen will, muss schon etwas Besonderes anzubieten haben. „Ganz wichtig ist, dass man sich an seinem Publikum orientiert und es immer wieder erreicht“, berichtet Olaf Müller aus Erfahrung. Dementsprechend seien die Choreographie bei Tanz und Ballett, die Auswahl der Musik und die Inszenierung der Schauspielparts immer wieder verändert worden. „Kinder und Jugendtheater ist keine Frage des Alters, sondern eines überzeugenden Angebots“, sagt Müller.

Zeitgemäß sind die Inhalte der ausgewählten Stücke. Die Schirmherrschaft für die Aufführungen in Bernau hat Bürgermeister André Stahl übernommen. In der Stadthalle Bernau wird am 18. April um 10 und um 17 Uhr frei nach Hans Christian Andersens Märchen „Die Schwefelholzgeschichte“ von 1845 gezeigt. Ein kleines Mädchen muss frierend auf der Straße Schwefelhölzer verkaufen und kommt dabei zu Tode. Auch in der Bühnenfassung endet das Märchen wie vom Verfasser niedergeschrieben, nimmt aber bei „Nobel-Popel“ eine überraschende Wende.

In „Das Märchen von Iwan, dem Dummkopf“ frei nach Lew Tolstoi  geht es ebenfalls mit vielen Zeitbezügen darum, dass Luzifer Gold  und Macht anbietet, in Iwan aber einen hartnäckigen Gegenspieler findet. Die Inszenierung wird in Bernau am 16. Mai um 10 Uhr gezeigt. Und als Drittes wird das Stück „Wer freut sich auf den Weihnachtsmann?“ aus der Feder von „Nobel-Popel“ am 11. Dezember um 10 und um 17 Uhr sowie am12. Dezember um 10 Uhr in Bernau gezeigt. Sämtliche Aufführungen in Eberswalde und Berlin sind samt Kartenreservierung im Internet unter www.nobel-popel.de zu finden.

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